Civil Courage visualisiert die Pluspunkte des Mediengesetzes

Je lauter eine Abstimmungskampagne wird, desto wichtiger sei es, klar und faktenbasiert zu argumentieren. Aus diesem Grund schaltet die Bewegung Courage Civil sich beim Mediengesetz ein, setzt einen Kontrapunkt zu den Schlagworten und fokussiert in ihrer Kampagne auf weitere Pluspunkte, die für ein Ja sprechen.

Mediengesetzes

Die Bewegung Courage Civil, die vor vier Jahren aus dem Kampf gegen «No Billag» entstand, positioniert sich zum Mediengesetz. Mit ihrer eigenständigen Kampagne fokussiert sie auf Aspekte, die bislang kaum diskutiert wurden: die Stärkung der Aus- und Weiterbildung im Nachrichtenjournalismus und die Stärkung des Presserats. «Diese Massnahmen sind wirkungsvoll und wichtig, die Kosten mit maximal 28 Millionen Franken pro Jahr bescheiden», sagt Vorstandsmitglied Anaël Jambers.

Aus der Sicht von Courage Civil ist es richtig, dass Vereine und Stiftungen ihre Magazine künftig zu reduzierten Posttaxen verschicken können. Davon würden mehrere hundert Organisationen profitieren, von der Rega bis zum WWF. «Sie alle leisten einen Beitrag zum Kitt unserer Gesellschaft», argumentiert Jambers.

Dass im Kielwasser der Republik neue Online-Medien entstehen, sei positiv und stärke die Medienvielfalt. Die Anschubfinanzierung mit 30 Millionen Franken pro Jahr sei moderat und direkt gekoppelt an den eigenen Erfolg beim Publikum. Hier tätigt Courage Civil einen Vergleich: Die Bauern erhalten seit einer halben Ewigkeit jährlich 2,8 Milliarden Franken, früher waren es 3,5 bis 4 Milliarden – und hierbei spreche niemand von Staatsbauern.

Zudem sei die direkte Unterstützung der neuen Online-Medien auf sieben Jahre limitiert.

Am 13. Februar geht es um die mediale Grundversorgung

Das Mediengesetz umfasst neun verschiedene Teile. Aus der Sicht von Courage Civil seien nicht alle befriedigend, in der Summe überwiegen die soliden Teile aber klar. Ein Ja gebe den Lokal- und Regionalzeitungen sieben Jahre lang Zeit, ihre Geschäftsmodelle anzupassen. Die neuen Online-Medien hätten wiederum die Chance, sich in dieser Zeitspanne zu etablieren.

Bei der Abstimmung am 13. Februar geht es Courage Civil zufolge auch darum, kleine unabhängige Medienhäuser zu stärken, die Zeitungen herausgeben wie das Bieler Tagblatt, die Neue Fricktaler Zeitung, den Rheintaler, die Engadiner Post, den Corriere del Ticino, den Walliser Boten, die Freiburger Nachrichten oder das Journal Du Jura. Genau diese Medien würden die mediale Grundversorgung in der Schweiz liefern, unspektakulär und nahe bei den Menschen.

Die Bewegung fährt ihre Kampagne online und offline. Finanziert werde diese durch Spenden und Mitgliederbeiträge.

(Visited 188 times, 1 visits today)

Weitere Artikel zum Thema