Gegen «Einheitsbrei»: Berner prüfen Gründung eines Online-Magazins

Die in Bern ansässige Bewegung «Courage civil» prüft, in der Bundesstadt ein neues Online-Magazin zu gründen. Sie tut dies als Reaktion auf die Ankündigung des Zürcher Tamedia-Verlags, die Berner Zeitung und den Bund noch mehr miteinander zu verschmelzen.

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Die Bewegung «Courage civil» prüft die Lancierung eines Onlne-Magazins. (Bild: Courage-civil.ch)

Wie «Courage civil» am Freitag mitteilte, lotet die Bewegung zuerst einmal mit einer Umfrage das Bedürfnis nach einem solchen Magazin aus.

Tamedia hatte Ende Oktober bekanntgegeben, dass die beiden Berner Tageszeitungen ab April dieses Jahres enger zusammenarbeiten müssen. Der Verlag strebe an, beide Titel zu erhalten und sie auch weiterhin unterschiedlich zu positionieren. Ob die Redaktionen zusammengelegt würden, liess das Unternehmen damals aber offen.

«Courage civil» glaubt, dass im April auch die Lokalredaktionen fusioniert werden. Sie befürchtet einen «Einheitsbrei», wie die Bewegung in der Mitteilung schreibt. Auch in anderen Agglomerationen seien neue Online-Medien entstanden, so etwa Tsüri in Zürich und Heidi.news in der Romandie.

Mit dem Projekt einer neuen Gratis-Zeitung des Schaffhauser Verlegers Norbert Bernhard für Bern habe «Courage civil» nichts zu tun, heisst es weiter. Die Bewegung entstand laut eigenen Angaben 2018 im Abstimmungskampf um die No-Billag-Initiative. Geschäftsführer ist der Berner Politikberater und Buchautor Mark Balsiger. (SDA)

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