«Der falsche Weg»: Hotelleriesuisse warnt vor der No-Billag-Initiative

Die Verbandsleitung von Hotelleriesuisse stellt sich gegen die «No-Billag»-Initiative. Sie fürchtet, dass bei einer Annahme die auch für den Tourismus wichtige Medienvielfalt und die Randregionen auf der Strecke blieben.

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Nicht nur die grösseren Radio- und Fernsehunternehmen wären bei einer Annahme in ihrer Existenz gefährdet, sondern auch die 34 regionalen Radio- und Fernsehstationen, schreibt Hotelleriesuisse. Diese Sender erhielten wichtige Anteile aus dem Gebührenertrag und sorgen für regionale Vielfalt in der Medienlandschaft.

Bei einer Annahme der Initiative wären insbesondere auch die kleineren Sprachgemeinschaften sowie die Rand- und Berggebiete negativ betroffen, ist der Verband laut einer Mitteilung überzeugt. Die SRG, mit ihrem schweizweiten Sendegebiet, leiste einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt des Landes sowie zu einer neutralen Berichterstattung. Rein private Anbieter verfolgen vornehmlich kommerzielle Interessen und würden sich auf Sport- und Unterhaltungssendungen konzentrieren.

«Touristische oder kulturelle Sendungen, welche das in- wie ausländische Gästesegment ansprechen, würden kaum mehr die notwendigen Plattformen erhalten», ist Verbandspräsident Andreas Züllig überzeugt.

Im Weiteren könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Angebote privater Anbieter künftig günstiger ausfallen würden. Aus diesen Gründen hat die Verbandsleitung von Hotelleriesuisse für die Abstimmung vom 4. März 2018 einstimmig die Nein-Parole beschlossen. (pd/hae)

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