Swiss Radio Day 17: Mehr Geld vom Bund für Ausbildung

Die Schweizer Privatradios erhalten vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) gute Noten, vor allem wenn es um das Ausbildungsangeboten für Journalisten geht. Das BAKOM will Aus- und Weiterbildung mit mehr Mitteln aus dem Gebührentopf unterstützen.

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Die zur Verfügung gestellten Gelder aus den Konzessionsgebühren würden weitgehend ausgeschöpft, sagte BAKOM-Direktor Philipp Metzger am Donnerstag beim Swiss Radio Day. Gleichzeitig forderte er die Verantwortlichen auf, bei den Anstrengungen nicht nachzulassen und die Macher mit Blick auf die Folgen der Digitalisierung ständig weiterzubilden. Die Digitalisierung werde die Berufsbilder auch bei den Radios stark verändern. Darauf könne nur mit gut aus- und weitergebildeten Mitarbeitenden reagiert werden.

Das BAKOM wolle die Branche bei diesen Herausforderungen gerne finanziell unterstützen, sagte Metzger. Denn das Parlament habe entschieden, hierfür mehr Gelder aus den Gebühren für die Privaten zur Verfügung zu stellen.

DAB+ als Modell der Zusammenarbeit

Als Erfolg bezeichnete Philipp Metzger auch die Umstellung von UKW auf DAB+. Diese komme sehr gut voran, weil die ganze Branche mitmache. Das unterstrich auch Gilles Marchand, designierter Generaldirektor der SRG, der diesen Technologiewandel zusammen mit den Privaten umsetzt.

Nicht nur die SRG sondern alle Radios würden in vielen Bereichen vor grossen Herausforderungen stehen, die man besser gemeinsam meistern könne, sagte er. Dabei kam er auch auf die No-Billag-Initiative zu sprechen. Wenn diese angenommen werde, bedeutet es das Verstummen aller SRG-Radiostationen. Aber auch viele Privatradios würden bei einer Annahme seiner Ansicht nach existentiell gefährdet.

Deshalb müsse die Branche geeint gegen das Volksbegehren kämpfen, das die Abschaffung der Konzessionsgebühren fordert. Es sei ein Irrglauben, dass die Schwächung der grossen SRG zu einer Stärkung der Privaten führen würde, sagte Marchand. Profitieren würden vor allem ausländische Medien und Giganten wie Google oder Facebook.

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