Verlustreich ins neue Jahr

Im Januar war Werbung in den Printmedien rückläufig

Im Januar war Werbung in den Printmedien rückläufigDas Abflachen des Inseratewachstums in den Schweizer Printmedien, das bereits zum Jahresende für Sorgenfalten bezüglich der künftigen Entwicklung sorgte, hat sich auch im Januar fortgesetzt. Insgesamt verloren die Zeitungen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres 2,6 Prozent ihrer kommerziellen Inserate. Nur dank einer nach wie vor happigen Zunahme der Stelleninserate um 21,4 Prozent fiel das gesamthafte Resultat mit 3,8 Prozent positiv aus.Die erfreuliche Ausnahme machen wie schon in den Monaten zuvor die Wochenzeitungen, die als einzige Printgattung mit einer saftigen Zuwachsrate von 17 Prozent glänzen. Und dies, mit Ausnahme des Tessins, bei gleich vielen Ausgaben wie im Vorjahr. Rechnet man noch das famose Wachstum bei den Stellen um 106,2 Prozent hinzu, das ausschliesslich auf das Konto der Deutschschweiz geht, erhält man bei den Wochentiteln ein Top-wachstum von 20,8 Prozent.
Immerhin ein Lichtblick, der den Januar auch für die übrigen Zeitungen etwas aufhellte: Die mehrfarbigen Inserate und die Beilagen haben bei ihnen mit zweistelligen Zuwachsraten zugelegt, was sich positiv auf das finanzielle Resultat auswirkt.
Landwirtschaftspresse
bekundet weiterhin Mühe
In die andere Richtung ist es diesbezüglich bei den Zeitschriften gelaufen. Sie haben mit minus 7,2 Prozent nicht nur happig Anzeigenvolumen verloren. Bei ihnen gingen gleichzeitig auch noch die mehrfarbigen Anzeigen um 5,6 Prozent zurück. Einen Verlust von 18,1 Prozent eingefahren hat erneut die Landwirtschaftspresse, eine Kategorie, von der es auch im vergangenen Jahr nur negative Entwicklungen zu vermelden gab. Allerdings waren im Januar 2001 auch weniger Ausgaben erschienen als im Vorjahr.
Der Publicitas-Index der Werbeausgaben in der Tagespresse, der auch die Stelleninserate einbezieht, zeichnet ein etwas optimistischeres Bild der Entwicklung im Januar. Trotz Flaute bei den kommerziellen Inseraten stieg er um markante 0,7 Punkte. Darin spiegeln sich aber auch die Tariferhöhungen einiger wichtiger Zeitungen per 1. Januar 2001, ein Umstand, den die Flächenstatistik des Verbandes Schweizer Presse nicht berücksichtigt.
Daniel Schifferle
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