Schweizer schauen länger TV

Fernsehkonsum steigt leicht an – SF DRS hält Marktanteile stabil

Fernsehkonsum steigt leicht an – SF DRS hält Marktanteile stabilDie regionalen SRG-Sender waren wie in den Vorjahren auch 1999 wieder die jeweils klar am meisten beachteten Programme.In der deutschen Schweiz wurde 1999 fünf Minuten mehr fern gesehen als im vorangehenden Jahr, es waren im Durchschnitt pro Tag 137 Minuten (1998: 132 Minuten). In der Suisse romande mit 161 Minuten (1998: 154 Minuten) und auch in der Svizzera italiana mit 170 Minuten (1998: 164 Minuten) pro Person war die Zunahme der TV-Nutzung noch deutlicher. In allen drei Landesteilen sassen Frauen länger vor dem Bildschirm als Männer.
Auf die Sender der SRG entfielen dabei in der Deutschschweiz 46 Minuten (1998: 45 Minuten), in der Westschweiz 58 Minuten (1998: 56 Minuten) und im Tessin 61 Minuten (1998: 58 Minuten).
Obwohl 1999 die Zahl der TV-Programme in der Deutschschweiz zugenommen hat, verzeichnete SF DRS in der Prime Time mit 42,2 Prozent den gleichen Marktanteil wie im Vorjahr (42,5 Prozent). Es fand allerdings eine «Rückverlagerung» des Publikums von SF 2 (6,6 Prozent/minus ein Prozent) auf SF 1 (35,6 Prozent/plus 0,7 Prozent) statt. Tele 24 kam in seinem ersten vollen Jahr auf 2,6 Prozent, TV 3 in den letzten vier Monaten des Jahres 1999 auf 2,7 Prozent.
Die TSR (TSR 1+TSR 2) lag mit 38,2 Prozent etwas unter dem Wert von 1998 (39,1 Prozent). Die TSI (TSI 1 + TSI 2) verbesserte mit 39,7 Prozent den Vorjahreswert (38,2 Prozent) deutlich. Besonders TSI 1 (34,0 Prozent/plus 1,3 Prozent) legte klar zu, TSI 2 blieb mit 5,7 Prozent praktisch stabil. Tele Ticino kam im 2. Halbjahr 1999 auf einen Marktanteil von einem Prozent.
Ein Wort zur Nutzung von Videorecordern: 69 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren verfügen über einen Videorecorder (Deutsche Schweiz: 67 Prozent, Suisse romande: 76 Prozent, Svizzera italiana: 67 Prozent). In der Deutschschweiz wurden Videoabspielungen während 51, in der Westschweiz während
60 und im Tessin während 54 Minuten pro Tag konsumiert. In allen drei Regionen wird Video nach wie vor von Kindern (3–14 Jahre) häufiger genutzt als von Erwachsenen. Markus Knöpfli
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