Weniger Weihnachtsgeschenke, aber Onlineshopping bevorzugt

Eine GfK-Umfrage im Auftrag von Digitec Galaxus zeigt, dass jeder vierte Schweizer wegen Corona dieses Jahr weniger Weihnachtsgeschenke kaufen will als 2019. Wer trotzdem Geschenke kauft, tut dies bevorzugt im Internet.

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Neben verschobenen Ferien und abgesagten Geburtstagsfeiern wird dieses Jahr nun auch das Weihnachtsfest ein anderes sein. Der Bundesrat will nämlich Familienfeiern mit mehr als zehn Personen verbieten – und legt uns nahe, dass wir statt im Wohnzimmer im Wald feiern sollen.

Diese gedämpfte Freude wirke sich nun auch auf das Schenken aus, wie Digitec Galaxus in einer Mitteilung schreibt: Der GfK-Umfrage zufolge will jeder vierte Einwohner der Deutschschweiz und der Romandie wegen der Pandemie dieses Jahr zu Weihnachten weniger Geschenke kaufen als letztes Jahr. Auf der anderen Seite stehen gerade mal drei Prozent, die dieses Jahr mehr Geschenke kaufen wollen. Immerhin lassen sich zwei Drittel beim Geschenkekauf nicht vom Virus beeinflussen.

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(Quelle: Galaxus.ch/Flourish)

Im Allgemeinen heizt die Pandemie den Konsum freilich an: Zahlen des Bundesamts für Statistik zufolge verzeichnen Schweizer Detailhändler im Vergleich zum Vorjahr seit Juni etwa fünf Prozent mehr Umsatz. Das Geld, das sonst in Ferien, Konzerte oder Restaurantbesuche investiert wird, fliesst in Dinge, die das Privatleben angenehmer machen: ein kuschliges Sofa etwa, eine neue Game-Konsole oder eine Kaffeemaschine fürs Homeoffice.

Die Schlussfolgerung liegt Digitec Galaxus zufolge nahe, dass es beispielsweise keine Geschenke für die Kinder von Cousins und Cousinen gibt, da Feiern im grösseren Kreis ohnehin nicht möglich sein werden. Bei von der Pandemie stark betroffenen Personen steht ohnehin das Sparen im Vordergrund – und nicht, was unter den Weihnachtsbaum kommt. Was aber gut möglich sei, ist, dass die Schweizerinnen und Schweizer mehr Zeit fürs Basteln, Backen oder sonstige Selbermachen finden, und deswegen weniger Geschenke kaufen. Darauf deuten die Verkaufszahlen bei Galaxus hin: Dort gingen dieses Jahr schon mehr als fünfmal so viele Bastelartikel auf die Post wie im gesamten Jahr 2019.

 

Online-Boom geht weiter

Der Umfrage zufolge will jeder siebte dieses Jahr keine Weihnachtsgeschenke kaufen, sondern nur Selbstgemachtes schenken. Wenn aber Geschenke gekauft werden, dann vorzugsweise online: 32 Prozent gaben an, dass sie die Lego-Sets, Games oder Parfüms für ihre Liebsten vor allem im Internet kaufen. Dagegen haben 30 Prozent vor, ihre Weihnachtseinkäufe vor allem im Geschäft zu erledigen. 24 Prozent sind unentschieden.

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(Quelle: Galaxus.ch/Flourish)

In den Wochen bis Weihnachten rechnet Digitec Galaxus mit mindestens 50 Prozent mehr Bestellungen als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Für die Rekordzeit hat der Onlinehändler das Personal in den Warenlagern im Vergleich zu Ende 2019 verdoppelt.

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(Quelle: Galaxus.ch/Flourish)

Wann die heisse Zeit für Weihnachtsgeschenke anfängt, zeigt die Befragung ebenfalls: 44 Prozent gaben an, dass sie sich im Dezember darum kümmern, 7 Prozent davon sogar erst kurz vor Weihnachten. 22 Prozent haben dagegen im November bereits die ersten Geschenke gekauft, und 24 Prozent schon früher.

 

Jeder dritte kauft an Schnäppchentagen Geschenke

Dieses Jahr haben die Rabatt-Tage Black Friday und Cyber Monday alle Rekorde geschlagen, was sich auch in den Paketmengen der Post widerspiegelt (Werbewoche.ch berichtete). Ein Grund dafür dürfte sein, dass viele Schweizer*innen die Gelegenheit auch zum Geschenkekauf genutzt haben: Gut ein Drittel der Befragten gab noch vor Black Friday an, dass sie an den Tagen auf Geschenkjagd gehen. Die Hälfte der Befragten hatte dies dagegen nicht vor.

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(Quelle: Galaxus.ch/Flourish)

Für die von Digitec Galaxus in Auftrag gegebene GfK-Umfrage wurden 501 Personen im Zeitraum Mitte November befragt.

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