Grüsse aus dem Homeoffice – Folge 32: Fabian Zürcher, Ringier Brand Studio

Auch Fabian Zürcher, Head of Brand Studio bei Ringier, befindet sich derzeit im Homeoffice. Wie es ihm dabei geht, erzählt der 42-Jährige in der 32. Folge von «Grüsse aus dem Homeoffice».

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Fabian Zürcher ist Head of Brand Studio bei Ringier, das Kampagnen und Content für Kunden kreiert. Bevor er dieses Ende 2016 aufbaute, leitete der 42-Jährige als Stv. Chefredaktor bei der Blick-Gruppe Blick.ch und Blick am Abend. Zuvor war er bei Ringier Stv. Ressortleiter Unterhaltung und Chefredaktor BLICK a.i.

 

Wie lange befinden Sie sich schon im Homeoffice?

Seit dem 8. März.

 

Befindet sich Ihre ganze Agentur im Homeoffice?

Ja, vor dem 8. März bereits eine Woche im Team-Split.

 

Hatten Sie damals bei der Einrichtung Ihres Arbeitsplatzes mit technischen Problemen zu kämpfen?

Nein. Internet habe ich schon länger zu Hause.

 

Wo haben Sie sich eingerichtet?

Ich wechsle zwischen dem Spielzimmer der Kinder und Esstisch hin und her.

 

Was benötigen Sie alles, um Ihrer Tätigkeit nachgehen zu können?

Laptop, Internet, Telefon. Sehr viel zu essen und Auslauf. Trainerhosen-Hamsterkäufe habe ich rechtzeitig getätigt.

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Ist es schwierig, sich genügend abzugrenzen, wenn die Kinder zuhause sind?

Da auch meine Freundin Vollzeit arbeitet und ebenfalls viel in Calls ist, kommen sich Home und Office schon manchmal in die Quere. Und die erhöhte Dosis «Paw Patrol» macht die lieben Kleinen sicher nicht schlauer. Gleichzeitig ist es natürlich auch schön, die Kinder so viel um sich zu haben. Man führt halt auch mal einen Call auf dem Spielplatz.

 

Haben Sie Homeoffice-Erfahrung oder handelt es sich um eine Premiere?

Vor eineinhalb Jahren habe ich vier Monate von Chicago aus gearbeitet. Das war mit der Zeitverschiebung deutlich anstrengender.

 

Welche Prozesse gestalten sich im Vergleich zum normalen Berufsalltag schwierig?

Die Gesprächsmöglichkeiten zwischen Tür und Angel fallen weg, dadurch bedingt die Organisation etwas mehr Zeit. Und das Redigieren von Print-Magazinen ist einfacher, wenn man die Seiten physisch in der Hand hält.

 

Welche Arbeiten klappen problemlos?

Die inhaltlichen, kreativen, strategischen – eigentlich alle. Das Team ist sehr selbständig und einfach auch sehr gut, sonst ginge das nicht so reibungslos. Und Kunden-Meetings via Video-Calls funktionieren wunderbar. Ausserdem scheinen Calls allgemein kürzer zu werden, eine sehr angenehme Entwicklung.

 

Gibt es etwas, was sogar einfacher oder produktiver funktioniert im heimischen Büro?

Trotz Kindern ist die Ablenkung zu Hause oft kleiner als im Büro. Man kann teilweise fokussierter arbeiten und kriegt in kürzerer Zeit mehr auf die Reihe.

 

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Was tun sie dagegen, dass Ihnen die Decke auf den Kopf fällt?

Morgens joggen, abends Wein. Und sich bei Telefonaten nach Möglichkeit zu bewegen.

 

Hat sich bei Ihnen schon so etwas wie ein Homeoffice-Koller bemerkbar gemacht?

Die oben erwähnten Massnahmen greifen wunderbar. Aber als ich neulich ins Office musste, habe ich mich richtig darauf gefreut. Entsprechend freue ich mich noch mehr auf den normalen Büro-Alltag.

 

Was vermissen Sie am meisten am physischen Agenturalltag?

Die Menschen und den spontanen Austausch mit ihnen. Ein dummer Spruch hier, ein kleiner Scherz da. Das können die täglichen Team-Calls nicht ersetzen.

 

Sind Sie zuversichtlich, dass Ihr Unternehmen die Krise unbeschadet überstehen wird?

Kratzer gibt es sicher auch beim Brand Studio, aber wir sind zum Glück sehr breit aufgestellt: Corporate Storytelling, Branded Content, Kreation, kontextuelle Werbung, Video & Motion Design, Print-Magazine … Auch das sehr diverse Kundenportfolio hilft.

 

Bekanntlich hat alles auch seine positiven Seiten. Was ist es in Ihrer aktuellen Homeoffice-Situation?

Man kann sich und die Strategie hinterfragen, neue Felder entdecken und Geschäftsideen entwickeln. Dafür fehlt sonst oft die Distanz. Das tut ganz gut. Und wie erwähnt mehr Zeit mit der Familie.

 

Wann und wieso haben Sie im Zusammenhang mit dem Homeoffice zum letzten Mal gelacht?

Am Freitag, als ein Kollege im Team-Video-Call einen Filter nach dem anderen ausprobierte:

Snapcamera.snapchat.com

Heute wird der Grund wohl mein neuer fescher Kurzhaarschnitt.

Das Coronavirus hat die Gesellschaft fest im Griff. Wer zuhause bleiben kann, bleibt zuhause. Auch die Werbe-, Kommunikations- und Marketingbranche verlagert den Betrieb grossflächig ins Homeoffice. Mit der Serie «Grüsse aus dem Homeoffice» beleuchtet Werbewoche.ch den Berufsalltag in den heimischen vier Wänden.

Alle Folgen im Überblick:

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