Tamedia bekräftigt Einstellung von Printausgabe von Le Matin

Die Mediengruppe Tamedia bleibt bei ihrem Entscheid, die gedruckte Ausgabe der Westschweizer Tageszeitung Le Matin einzustellen. Man habe die Vorschläge der Mitarbeitendenvertretung geprüft und verworfen, teilte Tamedia am Mittwoch mit.

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Tamedia hatte am 7. Juni die Einstellung der Printausgabe von Le Matin bekannt gegeben. Diese führt nach Angaben der Mediengruppe zu 36 Kündigungen, davon 22 in der Redaktion, und zu vier Pensenreduktionen. Das Medium soll es nur noch online geben und mit einer 15-köpfigen Redaktion weiterentwickelt werden.

Die Mitarbeitenden hatten der Tamedia-Direktion im Rahmen der Konsultationsphase drei Alternativprojekte unterbreitet, um die Auswirkungen auf die Arbeitsstellen zu vermindern (Werbewoche.ch berichtete). All diese Vorschläge wurden von Tamedia abgelehnt. Eine Analyse der skizzierten Varianten habe gezeigt, dass sämtliche Varianten in den vergangenen Jahren bereits in Betracht gezogen und verworfen worden seien, heisst es in der Mitteilung.

Ein Verkauf von Le Matin stehe für Tamedia nicht zur Diskussion. Le Matin solle als rein digitale Medienmarke mit einer eigenen Redaktion weitergeführt werden und so die einzigartige Positionierung in der Romandie bewahren, hiess es weiter. Tamedia rief die Mitarbeitendenvertretung und die Gewerkschaft Impressum auf, ab Donnerstag mit der Verhandlung eines Sozialplans im Rahmen des geltenden Gesamtarbeitsvertrags zu beginnen. (SDA/pd)

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