Suisa betreibt Ringiers Energy-Radios

Wie die Sonntagszeitung in der aktuellen Ausgabe berichtet, hat die Suisa Energy Schweiz über 633'534,70 Franken betrieben. Dani Büchi sieht die Energy-Events in Gefahr.

Hintergrund des Streits ist die Abgeltung von Suisa-Beiträgen bei den «Stars for Free»-Veranstaltungen. Die Suisa fordert von Energy mehr als die 300'000 Franken, die eine Schweizer Radiostation durchschnittlich pro Jahr für die Musikrechte bezahlen muss. Energy-Chef Dani Büchi will den Aufpreis für die Konzertveranstaltungen nicht bezahlen. Laut Suisa-Generaldirektor Andreas Wegelin liegt Büchi damit im Grundsatz falsch. Es gehe nicht an, dass Energy mit den Musik-Events Umsatz mache, die Komponisten der Musik jedoch nichts zurückerhielten. Damit Komponisten vergütet werden könnten, gebe es mit den Verbänden der Veranstalter ausgehandelte Berechnungsregeln. Wie Büchi gegenüber der Zeitung erklärt, bestünden nun Differenzen mit der Suisa betreffend der Veranstaltungen, bei denen es Tickets nicht zu kaufen gibt. Energy verschenkt die Tickets aller Veranstaltungen (Werbewoche.ch berichtete). Büchi liess deshalb gegen die Betreibung Rechtsvorschlag erheben. Beharre die Suisa auf ihrer Position, seien die Energy-Events in Gefahr, so der Energy-Chef.

Den Vorwurf der Sonntagszeitung, die Energy-Gruppe sei auch sonst für ihre schlechte Zahlungsmoral bekannt, weist Büchi zurück. Energy sei ein sehr anspruchsvoller Kunde und verlange einwandfreie Dienstleistungen und Waren. «Ein verschwindend kleiner Bruchteil» der Fälle liesse sich deshalb nur über eine juristische Auseinandersetzung lösen. Aus 1600 Kreditoren in den letzten zwei Jahren resultierten lediglich vier Betreibungen mit Rechtsvorschlag – also nur 0,25 Prozent. (hae)

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