22. Juni: Vom Lockdown zur Nacht des Lichts

Seit dem durch Corona bedingten Lockdown macht die Veranstaltungsbranche keinen Umsatz mehr. Jetzt setzt die Branche mit der Night of Light am Montag ein Sichtbarkeits-Signal.

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Die Veranstaltungsbranche war der erste Wirtschaftszweig, der von der COVID-19-Krise getroffen wurde und er wird auch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein. 

Jetzt strahlt im Rahmen der «Night of Light» am Abend des 22. Juni 2020 von 22 bis 24 Uhr die Dienstleistungsbranche der Veranstaltungswirtschaft solidarisch ein Bauwerk in ihrer Region oder Stadt mit rotem Licht an, um auf die schwierige Situation in der Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen.

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Appell der ganzen Veranstaltungsbranche

Events bis 300 Personen sind inzwischen mit den entwickelten Sicherheits- und Hygienekonzepten wieder erlaubt. Das ist zwar ein Lichtblick, aber die strengen Auflagen führen zumindest im Kultursektor dazu, dass diese Veranstaltungen zurzeit nicht wirtschaftlich durchführbar sind. 

Und die Branche fordert jetzt mehr Planungssicherheit für die Zeit ab dem 1. September 2020 und ein Bewusstsein für die Zeithorizonte im Veranstaltungsgeschäft. 

Es ist für die Exponenten wichtig, trotz der aktuellen Situation auch eine positive Haltung rüberzubringen und mit dem Einleuchten diverser Objekte ein faszinierendes und emotionales Event zu schaffen, sowie auch der Bevölkerung zu signalisieren: wir sind da und bereit, vieles ist schon möglich und wir freuen uns auf neue Events (Bild: Xaver-Award für Winkler LiveCom).

Gemäss Kulturstatistik des Bundes waren in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr 2013 mehr als 275’000 Personen in rund 71’000 Betrieben beschäftigt. Das sind über 10,9 Prozent aller Betriebe und der Anteil Beschäftigter an der Gesamtwirtschaft von 5,5 Prozent ist vergleichbar mit dem Anteil der Finanz- oder der Tourismusbranche. Die Kultur- und Kreativwirtschaft generiert selbst einen Gesamtumsatz von rund 70 Milliarden Franken und erzielt damit eine enorme direkte und indirekte Wertschöpfung. 

Erste Umfragen bei den Auftraggebern der Veranstaltungswirtschaft haben ergeben: Auch die Wirtschaft wartet nur darauf, dass ihre öffentlichen und Fachevents wieder stattfinden können.

In den vergangenen Wochen ist in der Branche ein richtiges «Wir-Gefühl» entstanden. Auf der Website der Night of Light ist ersichtlich, dass sich stündlich neue Unternehmen, Locations und Kulturschaffende der «Night of Light» anschliessen und am gleichen Strick ziehen. 

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