Zofinger ZT Medien bauen 24 Stellen ab

Das Zofinger Druck- und Medienunternehmen ZT Medien baut 24 Stellen ab. Grund sind strukturelle Veränderungen in der gesamten Medienbranche mit massiv sinkenden Umsätzen im Leser-, Werbe- und Printmarkt.

ZT Medien AG

6,4 Vollzeitstellen wurden jetzt schon nicht mehr ersetzt. Noch diesen Monaten werden gemäss Angaben des Unternehmens vom Montag 19 Kündigungen bzw. Änderungskündigungen ausgesprochen. Dabei handelt es sich gesamthaft um 11,5 Vollzeitstellen.

Die restlichen Prozente erfolgen über die natürliche Fluktuation und Pensionierungen. Von den Massnahmen betroffen sind alle Bereiche des Unternehmens. Für die Mitarbeitenden, deren Arbeitsvertrag aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst oder verändert wird, wurde ein Sozialplan erstellt.

Die ZT Medien bewegten sich wie alle Medienunternehmen in einem schwierigen Umfeld und stehe vor grossen Herausforderungen, wird die Verwaltungsratspräsidentin, FDP-Nationalrätin Corina Eichenberger in der Mitteilung zitiert.

Das Sparprogramm gehöre zu den Massnahmen, die der Verwaltungsrat aufgrund seiner Analysen beschlossen habe. Im Zentrum stehe eine Verschlankung der Abläufe und Prozesse.

Zur ZT Medien gehören die Tageszeitungen Zofinger Tagblatt und Luzerner Nachrichten. Dazu kommen Radio Inside, Regiolive.tv, Alf TV, ein Druckereibetrieb und diverse regionale Wochenzeitungen.

 

Syndicom bietet Unterstützung an

Die Gewerkschaft Syndicom kritisierte am Montag, die Arbeitnehmenden seien bisher nur ungenügend einbezogen worden. Sie fordert das Unternehmen auf, ein Treffen unter Einbezug der Gewerkschaft einzuberufen. Stephanie Vonarburg, Verantwortliche der Branche Presse und Vize-Präsidentin von Syndicom, wurde in einer Medienmitteilung wie folgt zitiert: «Die Leitung des Zofinger Tagblatts würde mit dem geforderten Treffen zeigen, dass sie ihre soziale Verantwortung wahrnehmen will. Es wäre auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber ihren Mitarbeitenden.» (SDA)