Sondaggio "Euro Shock": Ronny Schmid

Werbewoche-Umfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung nach dem «Euro Schock» und dessen Auswirkungen auf die Kommunikations- und Werbebranche: Ronny Schmid, Mitinhaber, Konnex Agentur für Medien-Kommunikation

Die Aufhebung der Untergrenze des Schweizer Franken zum Euro konfrontiert viele Werbetreibende in der Schweiz mit neuen Rahmenbedingungen. Kurzfristig führen diese dazu, dass zum Teil sogar Mehrinvestitionen getätigt werden. Das zeigt sich an all den Kampagnen, welche das Thema Euro-Rabatt in den Vordergrund stellen. Mittel- bis langfristig ist jedoch zu erwarten, dass die Werbeinvestitionen in der Schweiz sinken. Die nun gewährten Euro-Rabatte müssen ja irgendwie finanziert werden. Da bieten sich Einsparungen bei den Marketingkosten an, da sich Infrastruktur- und Personalkosten nicht so schnell reduzieren lassen.

Hinzu kommt, dass viele internationale Werbeauftraggeber ihre Budgets in Euro führen. Diese werden kaum 20 Prozent höhere Kosten in Euro akzeptieren und daher Budgets in Schweizer Franken kürzen. Natürlich wäre es sinnvoller, jetzt erst recht in Kommunikationsaktivitäten zu investieren und sich so eine möglichst starke Position für den nächsten Aufschwung zu sichern. Die Erfahrung zeigt, dass sich ein solches Vorgehen langfristig auszahlt. Da die meisten Unternehmen jedoch kurzfristig möglichst hohe Gewinne vorweisen müssen, ist nicht davon auszugehen, dass viele Werbeauftraggeber diese Chance ergreifen.

Tendenziell dürften Offline-Medien stärker unter einem Rückgang der Werbeinvestitionen leiden als Online-Medien. In härteren Zeiten dürften Themen wie Performance Marketing und Programmatic Buying wichtiger werden. Ob das allerdings immer der richtige Weg ist, bleibt dahingestellt.

Auf alle Fälle empfiehlt sich Werbetreibenden, dass sie auf Partner zurückgreifen, die es verstehen – auch mit reduzierten Budgetmittel –, zielorientierte Strategie zu entwickeln und Konzepte zu erarbeiten, die höchstmögliche Effizienz und Effektivität sicherstellen.
 

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