Associazione Internazionale della Pubblicità: la sostenibilità è più di una tendenza

Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen die Werbebranche immer stärker und waren Thema der Abendveranstaltung der International Advertising Association.

An der Abendveranstaltung vom 17. November 2022 begrüsste die International Advertising Association rund 70 Gäste aus der Marketing- und Kommunikationsbranche in der neu eröffneten Westhive-Location in Zürich und bot auch internationalen Gästen dank dem Live-Stream die Möglichkeit an dem Event teilzunehmen. Auf der Bühne stand Nicolas Bordas, VP International von TBWA Worldwide und in dieser Funktion auch verantwortlich für das Thema Sustainability.

Danach begrüsste das IAA Swiss Chapter zur Paneldiskussion: Laura Loos (Head of Marketing Switzerland bei Coca-Cola), Roman Reichelt (CMO Global bei der Credit Suisse), Tobias Zehnder (Co-Founder Webrepublic und Repräsentant bei Green Media Switzerland) und Nicolas Bordas (VP International bei TBWA Worldwide und Co-Chair der Sustainability Task Force der European Association of Communication Agencies). Moderiert wurde das Panel vom IAA-Vorstandsmitglied Natasja Sommer-Feldbrugge, die gekonnt durch den Abend führte.

Laura Loos, Head of Marketing Switzerland bei Coca-Cola und Tobias Zehnder, Co-Founder Webrepublic und Repräsentant bei Green Media Switzerland.
Laura Loos, Head of Marketing Switzerland bei Coca-Cola und Tobias Zehnder, Co-Founder Webrepublic und Repräsentant bei Green Media Switzerland.

Instrumente und klare Standards gefordert

Einleitend präsentierte Nicolas Bordas die verschiedenen Initiativen wie Ad Net Zero, AdGreen, den Medienrechner, der hilft die Emissionen der einzelnen Massnahmen zu messen oder ChangeThe Brief, ein Hilfsmittel, um als Agentur die richtigen Diskussionen mit den Kunden zu fördern. «Nachhaltigkeit ist ein wichtiges, gesellschaftliches Thema, das sich auch im Marketing niederschlägt», so Nicolas Bordas. «Wir brauchen entsprechende Instrumente und klare Standards, um als Agenturen unsere Kunden richtig beraten zu können.» Auch Panelist Tobias Zender, der zusammen mit Partnern die Green Media Switzerland Initiative ins Leben gerufen hat, spricht am Panel über die Wichtigkeit einer klimaneutralen Werbewirtschaft. «Wir möchten unsere Kräfte bündeln und zusammen mit anderen Agenturen und Werbedienstleistern einen neuen Standard in der Kommunikationsbranche setzen.»

Panelist und Credit Suisse-CMO Roman Reichelt weiss, dass wir alle noch einen langen Weg vor uns haben und diesen gemeinsam gehen müssen, um etwas bewirken zu können. «We’re on it», so der Global Chief Marketing Officer zu den Plänen für eine nachhaltigere Zukunft der Credit Suisse.

Roman Reichelt, CMO Global Credit Suisse (l.) und Nicolas Bordas, VP International bei TBWA Worldwide und Co-Chair der Sustainability Task Force der European Association of Communication Agencies (r.).
Roman Reichelt, CMO Global Credit Suisse (l.) und Nicolas Bordas, VP International bei TBWA Worldwide und Co-Chair der Sustainability Task Force der European Association of Communication Agencies (r.).

Geiz ist nicht mehr geil

Nicht überall wo grün draufsteht, ist auch grün drin. Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen die Werbebranche und Werbetreibenden immer stärker. Werbespots für Schnäppchen nehmen ab und die «Geiz ist geil»-Mentalität macht Platz für langlebige Produkte und grüne Kommunikation. Brands müssen das Thema Nachhaltigkeit ernst nehmen und nicht bloss grüne Werbefloskeln verwenden. Nachhaltiges Marketing erfordert Ehrlichkeit, Transparenz und klare Standards «Transparenz ist wichtig für die glaubwürdige Kommunikation einer Marke», so Panelist Laura Loos von Coca-Cola. Unternehmen müssen vermehrt und in grösserem Umfang Daten und Informationen über ihre nachhaltigen Geschäftspraktiken offenlegen. Die Nachhaltigkeitsstrategie und -leistungen werden dabei im Nachhaltigkeitsbericht
(Sustainability Report) präsentiert und reflektiert.

Firmen, genauso wie jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin sind verantwortlich für eine nachhaltigere Zukunft. Es ist eine kollektive Verantwortung. Darüber waren sich an diesem Abend alle einig.

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