Französischsprachige Zeitschrift Domaine Public verschwindet

Die Westschweizer Zeitschrift Domaine Public wird Ende des Monats eingestellt. Das unabhängige Magazin hat es nicht geschafft, sein Team von ehrenamtlichen Redaktoren ausreichend zu erneuern.

«Domaine Public verschwindet aufgrund einer natürlichen Ursache», sagte Verwaltungsratspräsident Dominique von Burg am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung La Région.

Die Zeitschrift wurde 1963 auf Initiative von André Gavillet, einem sozialdemokratischen Stadtrat von Lausanne und späteren Waadtländer Staatsrat, gegründet. Domaine Public war zunächst eine vierzehntägige Abonnementzeitschrift, bevor sie zwischen 1972 und 2006 zu einer Wochenzeitschrift wurde. Seit 2007 erscheint das Magazin digital und kostenlos. Die linksorientierte Zeitung beschreibt sich selbst als «unabhängig, anders, reformistisch».

Viele bekannte Westschweizer Persönlichkeiten haben in der Zeitschrift mitgewirkt. Zu den aktivsten gehört die ehemalige Lausanner Stadtpräsidentin Yvette Jaggi (SP) mit fast 550 Artikeln. Der produktivste Mitarbeiter war jedoch der pensionierte Jura-Professor Jean-Daniel Delley, der über 2000 Artikel schrieb. (SDA)

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