ROG Schweiz: Schwarzer Tag für die Medienlandschaft der Westschweiz

Reporter ohne Grenzen hat zur letzten Augabe von L’Hebdo ein Statment verfasst, in dem sie an Ringier appelieren, Verantwortung zu übernehmen und sich im Bezug auf eine Übernahme des Magazins durch Dritte, koperativ zu verhalten. ROG sieht die Pressevielfalt in der Romandie durch die einstellung von L’Hebdo ernsthaft gefärdet.

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Dieser Donnerstag, der 2. Februar, ist ein schwarzer Tag für die Schweizer Presse und insbesondere für diejenige der Romandie. Mit dem letzten Erscheinen von L’Hebdo verschwindet das einzige wöchentliche Print-Nachrichtenmagazin, während sich die Redaktion von Le Temps mit einer neuen drastischen Restrukturierung konfrontiert sieht.

Das Verschwinden von L’Hebdo beeinträchtigt die Vielfalt und den Pluralismus der Presse in der Westschweiz ernsthaft. Reporter ohne Grenzen (ROG) bekundet den Mitarbeitenden von L’Hebdo und Le Temps seine Solidarität und weist die Herausgeberin, Ringier Axel Springer Schweiz, auf ihre Verantwortung gegenüber den Menschen hin, die von der Einstellung von L’Hebdo und der Restrukturierung bei Le Temps betroffen sind. Ausserdem sollte das Unternehmen sich einer Weiterführung oder Übernahme des Magazins durch Dritte nicht verschliessen.

ROG Schweiz unterschätzt keinesfalls die Schwierigkeiten und Herausforderungen, denen die gedruckte Presse aktuell gegenübersteht. Doch unsere Demokratie braucht mehr denn je freie und unabhängige Medien. ROG Schweiz fordert deshalb die Behörden – auf allen Ebenen – auf, schnell Massnahmen für die Unterstützung der Presse zu erarbeiten und umzusetzen, die die unabdingbare redaktionelle Unabhängigkeit nicht beeinträchtigen.

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