Hand drauf – Volvo ist sicherer (auch für Frauen)

Die schlechte Nachricht: Wenn Sie eine Frau sind, stehen Ihre Chancen, einen Autounfall zu überleben, schlechter. Die gute Nachricht: Volvo kämpft nun gegen diese Ungleichheit an.

Volvo Crash Test

Gleichstellung hat viele Gesichter. Zum Beispiel das eines Crash Test Dummies. Die Puppen, die in experimentellen Unfällen Daten zur Erhöhung der Fahrersicherheit liefern, entsprechen nämlich dem durchschnittlichen Mann, was Grösse und Postur betrifft. Bedeutet: Die Sicherheitseinrichtungen in Autos werden so optimiert, dass dieser 08/15-Mann möglichst überlebt. Alle anderen Fahrgäste: Pech gehabt. Zum Beispiel Frauen, die im Durchschnitt kleiner sind und auch einen anderen Körperbau aufweisen.

Wenig überraschend, dass diese sicherheitsrelevante Diskriminierung Volvo aufgefallen ist. Die schwedischste aller Automarken ist zwar längst nicht mehr schwedisch (sondern chinesisch), aber immerhin lässt man sich die Kampagnen noch von einheimischen Agenturen kreieren. Was im Falle von Forsman & Bodenfors selten eine schlechte Idee ist.

Die Printanzeige lässt die Leserin oder den Leser testen, ob man dem gängigen Crash Test Dummy entspricht – oder ob es bei einem Unfall heikel werden könnte. Mit der EVA-Initiative will Volvo die Autoindustrie nun ermutigen, ihre Fahrzeuge sicherer für ALLE zu machen. Und vor allem will man unter anderem darauf aufmerksam machen, dass man seit 1995 mit weiblichen Crash Test Dummies testet. Anfang der Nullerjahre sogar mit einem schwangeren Dummy. Der Schwedenpanzer lebt!