Wie Ikea-Möbel durch kleine Modifikationen barrierefrei werden

In Israel hat Ikea mit zwei NPOs zusammengearbeitet, um die eigenen Produkte behindertengerecht zu machen.

Billy

Ikeas Vision ist es, den Alltag möglichst vieler Menschen zu vereinfachen. Dass dazu auch Menschen mit Behinderung zählen, ist selbstverständlich. Wirklich alltagstauglich sind viele Produkte des schwedischen Möbelhauses dennoch nicht. Menschen, für die gewisse Bewegungen aufgrund verschiedenster körperlicher Beeinträchtigungen eine grössere Herausforderung darstellt, stossen im Umgang mit den serienmässigen Ikea-Produkten schnell an ihre Grenzen. Zu klein der Lampenknopf, zu tief das Sofa, um selbst aufstehen zu können.

Modifikationen sind notwendig. In Israel hat Ikea mit den beiden NPOs Milbat und Access Israel zusammengearbeitet und Lösungen gefunden. Das Projekt «ThisAbles» zeigt, wie man Ikea-Möbel durch kleine Erweiterungen behindertengerecht machen kann. Das beste: Die Teile kann man sich kostenlos 3D-drucken. Zusätzlich listet das Portal diejenigen Produkte aus dem riesigen Ikea-Sortiment auf, die bereits den Bedürfnissen von Menschen mit verschiedene Beeinträchtigungen entsprechen – beispielsweise welche Tische bezüglich Höhe rollstuhltauglich sind.

ThisAbles

Kreativität kann Barrieren brechen. Die erfrischend unkomplizierten Erklärfilme demonstrieren mit aller Selbstverständlichkeit: Menschen mit Behinderungen brauchen kein Mitleid, sondern Lösungen, die ihnen das Leben erleichtern.