TBWA\Paris sagt Feuerwaffen aus dem 3D-Drucker den Kampf an

Feuerfähige Waffen aus dem Drucker sind längst Realität. Die Vorlagen können viel zu einfach aus dem Internet heruntergeladen werden. Was tun? TBWA\Paris hat einen interessanten Ansatz gewählt, um die Gefahr einzudämmen.

Waffen aus dem 3D Drucker

Handfeuerwaffen aus dem Drucker sind ein Problem. Nicht nur, weil sie jeder aus dem Internet herunterladen und ohne grosses Vorwissen selber herstellen kann. Durch die Kunststoffbauweise werden sie von Metalldetektoren nicht erkannt. Man kann sie überallhin mitnehmen und mit normaler Munition bestücken. Wieder einmal eine Erfindung, bei der sich die Menschheit fragen muss, ob sie nötig war.

Wie bei vielen Problemen, die sich übers Internet ungebremst und unkontrolliert verbreiten, schauen die Behörden und die Gesellschaft auch bei den gedruckten Waffen machtlos zu. Während die üblichen Mechanismen spätestens im Darkweb nicht mehr greifen, können neue, kreative Ansätze einiges bewirken. Oder den fehlbaren Nutzern zumindest das Leben schwer machen.

TBWA hat unzählige Druckvorlagen heruntergeladen und sie in minutiöser Kleinstarbeit abgeändert. So, dass man den Waffen äusserlich nichts ansieht, aber dass sie nicht mehr funktionieren. Harmlose Waffen, die keinen Schaden anrichten können. Am Ende wurden die Bauplan-Dateien wieder aufwändig in den Sphären des Internets, aus denen sie herkamen, versteckt und platziert. 13'000 Mal wurden die vermeintlichen Waffen schon heruntergeladen. Und 13'000 dürfte der Frust beim Endnutzer gross gewesen sein, viel Zeit in Anspruch – und manch einem die Lust auf weitere Versuche – genommen haben.