Scope schaltet kuratiertes Portal ab und fokussiert auf das B2B-Geschäft

Scope Content wird das News-Portal auf Ende dieser Woche abschalten. Die kuratierten «Boxen» unter Thescope.com, die mobilen Apps für iOS und Android und der E-Mail-Digest (der morgendliche Newsletter mit den kuratierten Nachrichten des Vortags) werden ab Freitag nicht mehr aktualisiert bzw. nicht mehr versandt.

Obwohl für den Service, der im Januar 2015 unter dem Namen «Niuws» an den Start gegangen war (Werbewoche.ch berichtete), in fast vier Jahren über 27’000 registrierte User gewonnen werden konnten und über 60 Kuratorinnen und Kuratoren täglich engagiert die besten Artikel zu diversen Themen verlinkten, war es nicht gelungen, mit diesem Modell nachhaltig ausreichend Umsatz zu generieren.

Sehr gut laufe dagegen das Firmenkundengeschäft, auf das sich die Firma schon seit zwei Jahren mehrheitlich konzentriert hatte, schreibt Scope Content. Die Kuratier-Software wird als «Software as a Service» an Firmen und Organisationen lizenziert. So wurden im Jahr 2018 über 25 neue Kunden wie Barry Callebaut, Bluewin, Furrerhugi oder Homegate gewonnen, die Scope für diverse Formen der Kommunikation, von Content Marketing über Bestandskundenpflege bis zu interner Kommunikation, einsetzen. Mehr Informationen dazu unter corporate.thescope.com.

Im Zuge der Neuausrichtung konnte in diesem Jahr Jens Alder für den Scope-Verwaltungsrat gewonnen werden. Alder ist ehemaliger CEO der Swisscom und hat bzw. hatte seit zehn Jahren diverse hochkarätige Verwaltungsratsmandate inne, u.a. bei Alpiq, Goldbach Group, CA Technologies. Bei Scope ersetzte er Viktor Giacobbo. Damit sind neben Peter Hogenkamp als Präsident nun Jens Alder, Andreas Von Gunten und Jürg Stuker Mitglieder des Scope-Verwaltungsrats.

Für Scope-Mehrheitsaktionär Peter Hogenkamp überwiegt klar der positive Ausblick: «Wir sind einerseits etwas traurig, weil wir wie Tausende treuer Scope-Fans die kuratierten News sehr geliebt haben, aber wir freuen uns vor allem auf den kompletten Fokus auf unser erfolgreiches Firmenkundengeschäft, der uns erlauben wird, im nächsten Jahr hier noch schneller zu wachsen.»