Presserat besorgt über mögliche Folgen von «No Billag»

Der Presserat bezweifelt, dass die Vielfalt und die Qualität von Informationen in Radio und Fernsehen landesweit ohne öffentliche Unterstützung sichergestellt werden kann.

Der Presserat ist besorgt über mögliche Folgen eines Ja zur No-Billag-Initiative am 4. März. Er zweifelt daran, dass die Vielfalt der Information, die die SRG sowie private Radio- und TV-Stationen bieten, nach einer Annahme der Initiative erhalten werden kann.

Ebenso bezweifelt der Presserat in seiner Mitteilung vom Montag, dass die Qualität der Information in Radio und Fernsehen landesweit ohne öffentliche Unterstützung sichergestellt werden könnte. "No Billag" verlangt die Abschaffung der Radio- und TV-Gebühren und untersagt dem Bund Subventionen von TV- und Radiostationen.

Unabhängige und mit genügend Mitteln versehene journalistische Medien seien unerlässlich für das Funktionieren einer offenen und demokratischen Gesellschaft, so der Presserat. Auch für qualitativ gute Information sei Medienvielfalt eine Garantin. Für jede Sprachregion müsse diese Qualität gewährleistet sein.

Der Presserat bezeichnet sich als das Selbstkontrollorgan der Medienbranche. (SDA)