Fernsehen 2.0: Immer mehr Fernsehgeräte surfen im Netz

Der Convergence Monitor 2019 zeigt, dass internetfähige Geräte zu einem noch größeren Anteil in deutschen Haushalten vorhanden sind als im Jahr 2018. Die Gerätelandschaft wird durch die Variation an onlinefähigen Geräten diversifizierter, der Fernseher ist aber nach wie vor mit Abstand das wichtigste Gerät für Bewegtbild.

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Für 2019 zeigt sich, dass auch in diesem Jahr der Fernseher die Gerätelandschaft in deutschen Haushalten dominiert. 95 Prozent der Haushalte sind mit mindestens einem Fernsehgerät ausgestattet. An zweiter Stelle rangiert das Smartphone, das in 88 Prozent aller Haushalte vorhanden ist. Ferner besitzen 84 Prozent der Haushalte einen Computer, wobei ein Trend vom stationären PC zum Laptop erkennbar ist. Auch das Tablet ist auf Wachstumskurs und nun in 41 Prozent aller Haushalte vertreten.

Während der Anteil der Onliner im Jahresvergleich stabil bleibt, zeigt sich eine veränderte Verteilung der Internetnutzung auf die verschiedenen Gerätetypen: Das Smartphone ist inzwischen das beliebteste Endgerät zur Internetnutzung mit zunehmender Bedeutung und setzt sich deutlich von PC oder Laptop ab.

Das TV-Gerät entwickelt sich ebenfalls zunehmend zu einem beliebten Screen für Internetnutzung. Mittlerweile verfügen laut eigener Aussage 44 Prozent der Haushalte über ein Fernsehgerät, mit dem sie ins Internet gehen können. 31 Prozent der Smart TV-Geräte sind auch tatsächlich an das Internet angeschlossen.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Internetnutzungsdauer wider: 14- bis 69-Jährige nutzen Smart TV-Geräte für Internetangebote im Durchschnitt fast eine halbe Stunde pro Tag. Aber auch mit dem Smartphone surfen die 14- bis 69-Jährigen deutlich länger als noch vor einem Jahr: 109 Minuten sind die 14- bis 69-Jährigen mit ihren Smartphones online, das entspricht einem Plus von 20 Minuten pro Tag.

Neben der Konvergenz zwischen Fernsehen und Internet gibt es noch eine weitere maßgebliche Entwicklung im deutschen Fernsehmarkt: Die Verbreitung von Ultra HD. 21 Prozent der deutschsprachigen Haushalte verfügen inzwischen über mindestens ein solches Ultra-HD-fähiges Fernsehgerät. 2018 waren es erst 13 Prozent.

Auch die neuesten Arten internetfähiger Geräte wie Smart Speaker sowie Smart Watches und Fitnessarmbänder erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sowohl Smart Speaker als auch Wearables wachsen vom niedrigen Vorjahresniveau aus, so sind letztere bereits in jedem zehnten Haushalt vorhanden.

«Auch dieses Jahr liefert uns der Convergence Monitor viele spannende Erkenntnisse», reflektiert Petra Dittrich, Senior Director Media Research bei Kantar. «Während wir beobachten, dass die Anzahl von Flatscreen-Geräten und Smartphones auf einem hohen Niveau konstant bleibt, erkennen wir einen eindeutigen Wachstumstrend für die Internetnutzung mit dem Fernsehgerät. Es wird damit immer wichtiger für die Internetnutzung. Aber auch andere smarte Devices wie digitale Sprachassistenten und Smart Watches werden immer beliebter. Es bleibt abzuwarten, welche Rolle sie in Zukunft einnehmen werden.»

Diese und weitere Ergebnisse können in der zwölften Auflage der Forschungsreihe Convergence Monitor nachgelesen werden. Die repräsentative Untersuchung bietet einen fundierten Überblick über die Verbreitung konvergenter Techniken für Telekommunikation, Internet und Medien sowie Einstellungen und Interessen der Konsumenten.

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Für den Convergence Monitor 2019 wurden insgesamt 1.624 Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren in Deutschland befragt. Die Befragung ist repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung zwischen 14 und 69 Jahren in Privathaushalten in Deutschland und wurde in Form von persönlich-mündlichen Interviews (CAPI) von April bis Juni 2019 durchgeführt. Der Convergence Monitor 2019 ist eine von Kantar durchgeführte Gemeinschaftsstudie von ARD-Werbung Sales & Services, Discovery und Mediengruppe RTL Deutschland, und vermittelt neben der aktuellen und potenziellen Nutzung von Medien- und Telekommunikationsdienstleistungen wichtige Einblicke zu Themen und Trends rund um das Thema Konvergenz aus Kundensicht. Schwerpunkte waren unter anderem Smart TV, On-Demand Nutzung von Videoinhalten, mobile Internetnutzung/Smartphones und Zeitbudgets für die Nutzung von Fernsehinhalten und Internet.