2019 verbringen wir 800 Stunden an unseren mobilen Internetgeräten

Gemäss dem am Montag veröffentlichten Media Consumption Forecast von Zenith wird die Weltbevölkerung 2019 durchschnittlich 800 Stunden im mobilen Internet verbringen – was 33 Tagen ohne Schlaf oder Pause entspricht. Bis 2021 soll die Gesamtstundenzahl auf 930 beziehungsweise 39 ganze Tage ansteigen.

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Die fünfte Ausgabe des Media Consumption Forecasts trifft wieder eine Vorhersage, wie sich der Zeitaufwand des Medienkonsums und dessen Zuordnung auf die verschiedenen Kanäle zwischen 2019 und 2021 entwickeln und verändern wird. Aller Voraussicht nach, werden in den 57 untersuchten Ländern dieses Jahr die Menschen insgesamt 3,8 Billionen Stunden im mobilen Internet verbringen, für das Jahr 2021 ist ein Anstieg auf 4,5 Billionen Stunden vorherzusehen.

Seit Veröffentlichung der ersten Ausgabe im Jahr 2015 ist die durchschnittliche Zeitmenge, die Menschen weltweit mit dem mobilen Internet verbringen, von 80 auf 130 Minuten am Tag gestiegen. Dies resultiert aus der Verfügbarkeit von bezahlbareren Smartphones, schnelleren Verbindungen, besseren Bildschirmen und App-Innovationen. Das Wachstum stagniert allmählich, obwohl die Menschen in den Industriestaaten, die sich ein Mobilgerät wünschen, nunmehr über eines verfügen und der Besitz in Entwicklungsländern zunehmend häufiger wird. Daher wird ein jährliches Wachstum der Nutzungszeit mobiler Internetgeräte von durchschnittlich 8 Prozent zwischen 2018 und 2021 prognostiziert. Es ist zu erwarten, dass die Nutzung des mobilen Internets 31 Prozent des weltweiten Medienkonsums 2021 ausmachen wird, was einem Plus von 27 Prozent im Vergleich zu diesem Jahr entspricht.

Fernsehen bleibt weltweit beliebtestes Medium

Im Jahr 2019 wird für das Fernsehen im Schnitt noch rund 167 Minuten pro Tag aufgewendet. Somit ist seit 2014, als noch durchschnittlich 171 Minuten pro Tag aufgewendet wurden, ein Rückgang zu verzeichnen, der bis 2021 auf 165 Minuten noch weiter zurückgehen wird. Prognosen zufolge wird es jedoch weiterhin das beliebteste Medium der Welt bleiben und im Jahr 2021 rund ein Drittel des gesamten Medienkonsums ausmachen, wobei ein leichter Rückgang von 2 Prozent zum Vorjahr (35 Prozent TV-Anteil im Jahr 2019) zu verzeichnen sein wird.

Die starke mobile Internetnutzung ist zudem dafür verantwortlich, dass Menschen weniger Zeit mit den meisten anderen Konkurrenzmedien verbringen. Zwischen 2014 und 2019 sank die Zeit, die für das Lesen von Zeitungen aufgewendet wurde, von durchschnittlich 17 auf 11 Minuten pro Tag, während die durchschnittliche Zeit für das Lesen von Zeitschriften von 8 auf 4 Minuten gesunken ist. Auch die Internetnutzung am PC ist von durchschnittlich 47 auf 40 Minuten pro Tag zurückgegangen. Die Nutzung von Radio und Kino ist hingegen unverändert geblieben, das Radiohören kann sogar einen Anstieg von 53 auf 55 Minuten pro Tag verzeichnen. Der Anstieg der verbrachten Zeit im Kino von 1,8 auf 3 Minuten pro Tag im Schnitt ist auf einen Boom der Kinobesuche in China zurückzuführen.

Gesamtmedienkonsum steigt auf acht Stunden pro Tag

Das mobile Internet hat dafür gesorgt, dass die Zeit, die Menschen mit Medienkonsum verbringen, steigt. Konsumenten werden in diesem Jahr durchschnittlich 479 Minuten pro Tag mit Medien verbringen, im Vergleich dazu lag der Konsum 2013 bei 420 Minuten. Bis 2021 wird erwartet, dass der Durchschnittskonsument 495 Minuten pro Tag im Internet verbringt. 

«Die mobile Internettechnologie hat zu einem Anstieg der Zeitdauer geführt, die Menschen mit Medien verbringen und gleichzeitig den Begriff Media ausgeweitet», so Jonathan Barnard, Head of Forecasting bei Zenith. «Media im Sinne von Mediennutzung bedeutet jetzt auch Preisvergleich, Witze mit Freunden zu teilen und den nächsten Urlaub zu buchen. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten für Marken, um mit Verbrauchern in Kontakt zu treten».

«Um Vorteile aus dieser Fülle von Medien zu schöpfen, müssen die Marken mit den Verbrauchern in Umgebungen kommunizieren, die deren Werten am besten entsprechen. Ausserdem müssen die Zeiten beachtet werden, zu denen die Verbraucher zum Kauf bereit sind», so die Aussage von Matt James, Global Brand President bei Zenith. «Dies erfordert Investitionen in Talent & Technology, um den Nutzen der Daten zu entschlüsseln und persönliche Brand Experiences zu schaffen».