Vor allem Arbeitssuchende und Rentner interessieren sich für das Dschungelcamp

Von wegen «guilty pleasure» der Intellektuellen: Eine neue Auswertung des Datenspezialisten Emetriq zeigt, dass überproportional Arbeitssuchende und Rentner zu den Fans der Sendun «Ich bin ein Star, holt mich hier raus» zählen.

Ich bin ein Star 2019

Das Dschungelcamp flimmert seit nunmehr 13 Staffeln jedes Jahr im Januar über die Bildschirme der deutschen Fernsehzuschauer und gilt zudem als eine eine Art «guilty pleasure» der Intellektuellen. Nicht umsonst wurde das Format sogar schon für den renommierten Grimme-Preis nominiert. Ein genauerer Blick auf diejenigen, die sich am meisten für die Dschungel-Show interessieren, bestätigt dieses Image allerdings nicht. Es zeigt sich vielmehr, dass überproportional Arbeitssuchende und Rentner zu den Dschungel-Fans zählen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Datenspezialisten emetriq.

Die Auswertung der Emetriq Audience Insights zeigt die Verteilung von Nutzern mit Interesse am Dschungelcamp im Vergleich zu dem emetriq Datenpool. Der Datenexperte vergleicht die Merkmale Geschlecht, Alter, Haushaltsnettoeinkommen sowie Affinität und analysiert zudem die Familien-, Bildungs- und Job-Status der User.
 

Bei (Früh-)Rentnern besonders beliebt, für Millennials eher reizlos

Nach der Emetriq-Analyse sind der verhältnismäßig grösste Anteil der Dschungel-Interessierten Rentner (20 Prozent). Dicht dahinter liegen arbeitssuchende User (19 Prozent). Ausserdem zeigt die Auswertung, dass der gemeine Dschungel-Fan zwischen 40 und 49 Jahren alt ist. In der jüngeren Vergleichsgruppe der 20- bis 29-Jährigen fällt das Interesse an der Show eher gering aus: Nur 10 Prozent der User in dieser Altersgruppe finden im Dschungelcamp Vergnügen. Und es schauen mehr Frauen (56 Prozent) als Männer (44 Prozent) zu.

Dschungel-Fans mögen die Boulevardpresse, Kunst und Kultur

Der Datenspezialist wirft zudem einen Blick auf die Affinitäten der IBES-Freunde. So interessieren sie sich besonders für Boulevard-Themen. Das dürfte wenig überraschen. Allerdings beobachteten die Analysten eine ähnlich hohe Überschneidung mit denen, die sich für Kunst und Kultur begeistern – was dann doch wieder irgendwie auf den Ruf der Intellektuellen-„guilty pleasure“ einzahlt. Das Desinteresse an der Dschungelshow ist übrigens bei DIY-Freunden am grössten.

Dschungelshow Infografik