MediaSense ist noch nicht aus dem Schneider

Werbemarkt Es bleibt abzuwarten, ob die Wettbewerbskommission gegen die SRG-Vermarkterin Publisuisse beziehungsweise deren junge Radiovermarktungstochter Mediasense ein Verfahren eröffnen wird.

  Werbemarkt Es bleibt unklar, ob die Wettbewerbskommission gegen die SRG-Vermarkterin Publisuisse beziehungsweise deren junge Radiovermarktungstochter MediaSense ein Verfahren eröffnen wird. «Wir sind am Abklären. Dies kann noch einige Wochen in Anspruch nehmen», schreibt Weko-Sprecher Patrik Ducrey. Fest steht: Wegen einer Klage gegen Publisuisse und MediaSense geht die Weko «möglichen Missbräuchen einer marktbeherrschenden Stellung» nach.Der mögliche Grund der Klage: Seit dem 1. Juli 2007 vermarktet MediaSense den Swiss Radio Pool (SRP) – 15 meist grosse Verlegerradios mit einer Gesamtreichweite von rund 2 Millionen Hörern. Zwar hat MediaSense, die zu 51 der Publisuisse und zu 49 Prozent den SRP-Radios gehört, keine Exklusivpacht, doch sie legte fest, dass der SRP nur noch über das SRG-Tool Publiplan gebucht werden kann – wofür Publisuisse jeweils eine Gebühr verlangt. Ob dies wirklich der Stein des Anstosses war? Am Firmenkonstrukt selbst dürfte es nichts auszusetzen geben, dieses genehmigte das Weko-Sekretariat schon im April. (mk)