Die traditionellen Mediaforschungen erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit

Die jährliche Werbemarkt-Studie der Media.Research.Group zeigt, dass sich die traditionellen Mediaforschungen bei Auftraggebern und Agenturen einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen.

Die jährliche Werbemarkt-Studie der Media.Research.Group will von den Werbeauftraggebern und Agenturen unter anderem wissen, wie sie die wichtigsten Mediaforschungen nutzen und beurteilen. Abgefragt werden 20 Mediaforschungen. 375 Auftraggeber (genau die Hälfte aller Top750-Werbeauftraggeber) und 44 Agenturen haben offen gelegt, wie sie diese Forschungen nutzen und beurteilen.
 

Keine Anzeichen von Schwäche bei den grossen Mediaforschungen

Angesichts des aktuellen Umbaus des Werbemarktes muss befürchtet werden, dass die traditionellen Mediaforschungen, insbesondere diejenigen, die die Nutzung der Printmedien messen, bei Auftraggebern und Agenturen an Bedeutung verlieren, dass ihre Nutzung durch die Werbetreibenden rückläufig ist und ihre Beurteilung weniger gut ausfällt. Beim Betrachten der diesjährigen Ergebnisse der Umfrage dürfen die Verantwortlichen dieser Mediaforschungen jedoch mit grosser Erleichterung feststellen, dass nichts von dem eingetreten ist.

MACH Basic - weiterhin die am stärksten genutzte Mediaforschung

Sowohl die Auftraggeber als auch die Agenturen nutzen die MACH Basic am häufigsten für ihre Kommunikationsarbeit. Sechs von zehn Auftraggebern (60,6 Prozent) tun dies, davon 11 Prozent sehr häufig und 26,5 Prozent häufig.  Bei den Agenturen wird die MACH Basic von 92,1 Prozent genutzt, 34,2 Prozent sehr häufig und ebenso viele häufig. 

Mediaforschung
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Die Auftraggeber nutzen 2019 jede der zehn wichtigsten Mediaforschungen häufiger als im Vorjahr. Bei der MACH Basic hat die Nutzung um 1,5 Prozent zugenommen. Im Fünf-Jahres-Vergleich resultiert allerdings eine Abnahme um 5 Prozent. Besser sieht es bei den Agenturen aus. Hier hat die MACH Basic gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent zugenommen und im Fünf-Jahres-Vergleich beträgt das Plus 0,4 Prozent.

MACH Consumer – am zweithäufigsten genutzte Mediaforschung

56,1 Prozent der Auftraggeber nutzen die MACH Consumer, davon 9,6 Prozent sehr häufig und 24,5 Prozent häufig. Bei den Agenturen wird die MACH Consumer von 89,4 Prozent genutzt, 42,1 Prozent tun dies sehr häufig und 34,2 Prozent häufig.

Die Nutzung der MACH Consumer durch die Auftraggeber hat gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent zugenommen. Im Fünf-Jahres-Vergleich resultiert jedoch eine Abnahme um 3,7 Prozent.

Ähnlich sieht es bei den Agenturen aus. Hier hat die MACH Consumer gegenüber dem Vorjahr um 11,7 Prozent zugenommen und damit die höchste Zuwachsrate aller Mediaforschungen erzielt. Im Fünf-Jahres-Vergleich bedeutet dieser Wert aber dennoch ein Minus von 4,3 Prozent.

Das Mediapulse Fernsehpanel – drittwichtigste Mediaforschung bei den Agenturen

Zwei von drei Agenturen (68,4 Prozent) nutzen das Mediapulse Fernsehpanel, davon 28,9 Prozent sehr häufig und 23,7 Prozent häufig. Für Auftraggeber ist das Mediapulse Fernsehpanel nur halb so wichtig. Es wird von jedem Dritten (36,4 Prozent) genutzt, von 7,3 Prozent sehr häufig und von 13 Prozent häufig.

Die Nutzung des Mediapulse Fernsehpanels durch die Auftraggeber hat 2019 um 3,9 Prozent zugenommen. Und auch im Fünfjahresvergleich hat das Panel um 2,5 Prozent zugelegt.

Anders sieht es überrascherweise bei den Agenturen aus. Hier resultiert für das Panel im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 3,9 Prozent und ebenfalls ein Minus im Fünfjahresvergleich von 2,4 Prozent.  

MACH Consumer - bestbeurteilte Mediaforschung bei den Agenturen

Von den Agenturen erhält die MACH Consumer klar die besseren Noten als die MACH Basic. Bei den Auftraggebern ist es gerade umgekehrt. Neun von zehn Agenturen (90,6 Prozent) beurteilen die MACH Consumer sehr gut oder gut; 28,1 Prozent als sehr gut und 62,5 Prozent als gut. Von den Auftraggebern erhalten die MACH Consumer und die MACH Basic am häufigsten die Note sehr gut (von 23,3 Prozent). Die MACH Basic bekommt darüber hinaus noch von 37,7 Prozent aller Auftraggeber die Note gut, die MACH Consumer aber nur von 29,6 Prozent.

Die Beurteilung des Mediapulse Fernsehpanels fällt demgegenüber schon einiges weniger gut aus. Sechs von zehn Agenturen (59,4 Prozent) beurteilen das Panel sehr gut oder gut. Aber nur 6,3 Prozent der Agenturen geben ihm die Note sehr gut. Mit diesem Votum liegt das Panel bei den Agenturen lediglich auf dem 12. Platz. Nur unwesentlich besser sieht es bei den Auftraggebern aus. Jeder Fünfte (22 Prozent) beurteilt das Panel sehr gut oder gut. Auch hier sind es bloss 4,5 Prozent, die ihm die Note sehr gut erteilen. Dies reicht bei den Auftraggebern noch für den 9. Platz. (Walter Weder, Media.Research.Group)

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