Stadt Zürich geht bei SRG-Grundstückverkauf leer aus

Die SRG hat laut dem SonntagsBlick beim Verkauf eines Grundstücks an der Zürcher Hagenholzstrasse dem Versicherer Swiss Life den Vorzug gegeben, obwohl sich etwa auch die Stadt Zürich für die Immobilie interessierte.

Die städtische Liegenschaftsverwaltung bestätigte der Zeitung, dass sie das Grundstück als strategische Landreserve in einem Entwicklungsgebiet habe erwerben wollen. Die Stadt benötigt solches Land für den Bau von Schulen, Kindergärten, Horten oder Krippen, aber auch zur Erhöhung des Anteils gemeinnütziger Wohnungen.

Doch im Bieterverfahren habe die Stadt preislich nicht mithalten können. Das Angebot der Stadt habe bei 40 Millionen Franken gelegen. Der Swiss-Life-Konzern habe für das Areal dagegen 81 Millionen Franken und damit 12'717 Franken pro Quadratmeter auf den Tisch gelegt. Der Versicherer will das Areal vorwiegend für den Bau von Wohnungen nutzen.

Wie SRG-Kommunikationschef Edi Estermann gegenüber dem Sonntagsblick erklärt, benötigte man die liquiden Mittel dringend: «Ohne den Verkauf der Immobilie hätte die SRG 2018 einen Verlust ausweisen müssen.» (hae/SDA)