Zweiter Einsatz für Keystone-SDA-Schreibroboter Lena

Am Abstimmungssonntag hat die Nachrichtenagentur Keystone-SDA ein zweites Mal ihren Schreibroboter namens Lena eingesetzt. Neu schrieb Lena nicht nur über die eidgenössische Abstimmung, sondern auch über ausgewählte kantonale und kommunale Vorlagen.

Lena Keystone-SDA

Lena ist so programmiert, dass sie die Abstimmungsdaten des Bundesamtes für Statistik (BFS) analysiert und daraus automatisiert Meldungen herstellt. Der Roboter stützt sich dabei auf Textvorlagen, die Journalisten vorgegeben haben. 

Je rund 2200 Meldungen in Deutsch und Französisch zu sämtlichen Gemeinden sind am Sonntagnachmittag auf diese Weise entstanden. Die Gemeindemeldungen beschrieben wie bei den Abstimmungen im November 2018 das Resultat zur einzigen nationalen Vorlage, der Zersiedelungsinitiative, und ordneten dieses ein, sofern es Auffälligkeiten gab. 

Zusätzlich zeigten die deutschsprachigen Gemeinde-Meldungen neu auch, wie die wichtigsten Vorlagen auf kantonaler Ebene ausgegangen sind und wie sich die Stimmberechtigten der Gemeinde dazu gestellt haben. Auch einzelne kommunale Resultate fanden Eingang. Der Leserin oder dem Leser lieferte das in Kürze alle wichtigen Informationen zum Abstimmungssonntag, zugeschnitten auf einen Ort. 

 

Basisdienst als Grundlage 

Die Lena-Texte orientierten sich im kantonalen und kommunalen Bereich stark am Keystone-SDA-Textdienst, für den rund zwei Dutzend Journalistinnen und Journalisten in der ganzen Schweiz im Einsatz standen. Diese verfolgten die Abstimmungen und Wahlen in ihren Kantonen, trugen so rasch wie möglich die Resultate zusammen und sorgten mit ihren Lokalkenntnissen für eine Gewichtung. Darauf stützte sich Lena ab.

Dank der Eigenentwicklung Lena könne man den Kundinnen und Kunden Überblicksmeldungen zu jeder einzelnen Gemeinde anbieten, was bis vor kurzem undenkbar gewesen sei, schreibt Keystone-SDA in einer Mitteilung vom Montag. Die Technologie eröffne neue Möglichkeiten im Angebotsportfolio der Nachrichtenagentur. Jann Jenatsch, Leiter Content: «Robotergenerierte Meldungen gehören international bei vielen Nachrichtenagenturen zum Alltag. In Gesprächen wollen wir nun herausfinden, wo wir unsere Kunden mit unserem Know-How unterstützen können, sei es bei den nächsten Wahlen und Abstimmungen, aber auch in anderen Bereichen.»

Vorangetrieben werde der Einsatz von Lena und Co. aber auch intern, beispielsweise zur Temposteigerung. «Werkzeuge wie Lena sollen unsere Journalistinnen und Journalisten bei der täglichen Arbeit unterstützen. Sie können unseren Leuten beispielsweise helfen, noch schneller zu sein», so Jenatsch.