Nicht Chinesen oder Inder kurbeln den Tourismus an, sondern Amerikaner

Laut Schweiz Tourismus sind die Gäste aus den USA die wahren «Wachstumslokomotiven».

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Aktuell besuchen besonders viele Gäste aus Nordamerika die Schweiz. Gemäss der Marketingorganisation Schweiz Tourismus bilden die USA damit den wichtigsten Überseemarkt für den hiesigen Fremdenverkehr. Mit 2,3 Millionen Hotelübernachtungen belegten die US-Gäste im vergangenen Jahr hinter Deutschland gar den zweiten Platz der meisten Schweiz-Touristen. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach das einem Wachstum von 10 Prozent, gegenüber 2013 sind es gar 42 Prozent. Laut SonntagsZeitung prognostiziert Schweiz Tourismus bis 2022 ein weiteres Wachstum von 7,5 Prozent.

Die Gründe für den Boom: Die US-Wirtschaft entwickelt sich gut und ermöglicht so den wohlhabenden Bürgern – das Zielpublikum von Schweiz Tourismus – Reisen ins Ausland. Neue Direktflüge kurbeln den Zustrom zusätzlich an. Besonders beliebt bei Amerikanern ist Zermatt – seit 2009 konnte man im Walliser Ferienort die US-Übernachtungen mehr als verdoppeln.

In der Tourismusbranche sind US-Gäste besonders beliebt. Sie geben mit 280 Franken pro Tag deutlich mehr aus als der Durchschnitt (160 Franken). Das ist zwar ebenfalls deutlich weniger als die Gäste aus den Golfstaaten (420 Franken), jedoch benötigen Touristen aus Nordamerika meist keine zusätzliche Infrastruktur, da beispielsweise ohnehin schon vieles auf Englisch angeschrieben ist.

Bei Amerikanern wiederum ist die Schweiz als Reiseziel beliebt, weil sie sicher ist und alles nach Plan funktioniert. Wenn der Ferienzeitplan knapp bemessen ist und man in kurzer Zeit viel sehen und erleben will, zahlen sich Pünktlichkeit und Verlässlichkeit aus.