Neukunden im Gedächtnis bleiben – fünf Ratschläge für einzigartige Visitenkarten

Sie wissen um die besondere Bedeutung einer ansprechenden Visitenkarte für potenzielle Kunden und die eigenen Geschäftspartner? Peter Wolf sagt in seinem Gastbeitrag, worauf es bei der Gestaltung zu achten gilt.

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Sie wissen um die besondere Bedeutung einer ansprechenden Visitenkarte für potenzielle Kunden und die eigenen Geschäftspartner? Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer nutzen die Chancen, die sich auch im Zeitalter fortschreitender Digitalisierung aus dem unverändert wichtigen Medium ergeben. Schliesslich kommt dem persönlichen Kontakt beim erfolgreichen Networking – trotz aller elektronischer Alternativen – eine wesentliche Rolle zu.

 

1. Visitenkarten in ein umfassendes Design-Konzept einbinden

Das angestrebte Renommee Ihrer Firma oder Marke hängt entscheidend vom sichtbaren Bild in der Öffentlichkeit ab. Ein die eigenen Ziele und Werte widerspiegelndes Corporate Design schafft optimale Voraussetzungen für ein positives Image. Das wiederum prägt der einheitliche Auftritt im Netz ebenso wie herkömmliche Publikationen, Anzeigen, Broschüren und Flyer. Insbesondere die in unmittelbaren Treffen auf Messen, Meetings oder Geschäftsreisen überreichten und innovativ gestalteten Visitenkarten drücken die gegenseitige Wertschätzung aus.

Klassische Designs mit eher dezenten Farbtönen, eleganten Schriftarten und einem minimalistischen Look wirken sehr professionell. Sie überzeugen vor allem ein eher konservativ auftretendes Umfeld. Ungewöhnliche Formen, progressive Farben und humorvolle Bilder auf Visitenkarten passen dagegen besser zu einer kreativen, verspielten oder künstlerischen Marke.
Individuelle Visitenkarten festigen einen guten ersten Eindruck. Sie erweisen sich als ausgezeichneter Botschafter Ihrer Marke und bleiben den Kunden im Idealfall lange im Gedächtnis. Durch die zahlreichen Alternativen finden trendige Newcomer und hippe Start-ups ebenso wie auf traditionelle Vorstellungen achtende Unternehmen das für sie richtige Design-Konzept.

 

2. Ausgefallene Formate und Formen wirken als Eyecatcher

Obwohl es keine festgelegten Grössen gibt, setzen viele Firmen unverändert auf das gängige Scheckkartenformat. Mit 85 mal 55 Millimeter passen die Visitenkarten in alle im Handel üblichen Etuis und Halter sowie in Fächer von Brieftaschen. Bei horizontaler Bedruckung lassen sie sich komfortabel und ohne umständliches Drehen lesen. Allerdings heben Sie sich damit kaum von der der Konkurrenz ab.

Zunehmend Anklang finden mittlerweile vertikal bedruckte Visitenkarten. Sauber und elegant im Look stechen sie noch immer aus der Masse heraus. Deutlich höhere Aufmerksamkeit geniessen quadratische, runde und weitere individuelle Formen. Bereits abgeschnittene oder abgerundete Ecken und einzigartige Grössen verändern die Wahrnehmung wesentlich. Eine interessante Alternative zu den klassischen Modellen bieten aufklappbare Karten. Sie bieten darüber hinaus zusätzlichen Platz für Bilder, Grafiken und andere attraktive Inhalte.

 

3. Mehr als nur Papier: Angenehme Haptik und ungewohnte Materialien beeindrucken

Im Vergleich zu Mitbewerbern herausragende Qualität zahlt sich aus. Gerade beim Erstkontakt kommt dem positiven Gefühl entscheidende Bedeutung zu. Ein durch die Haptik und optische Wirkung der Visitenkarte erzeugtes Vertrauen überträgt sich auf die Gesprächspartner. Moderne Techniken setzen beispielsweise auf Zellophan sowie vollflächige UV- und andere Lacke, um bei Papier matte Effekte oder edlen Glanz zu erzielen.

Besondere Papiersorten mit einem höheren Gewicht von bis zu 400 g/m² (entspricht Fotodrucken) fallen ebenso auf wie Recycling- und Naturpapiere. Letztere unterstreichen das Ziel der Nachhaltigkeit und das Bewusstsein für die Umwelt. Das Bedrucken alternativer Materialien wie

  • Holz,
  • Metall,
  • unterschiedlicher Kunststoffe oder
  • von Textilien

verspricht zusätzliche Aufmerksamkeit. Bei der Auswahl spielt das verfügbare Budget wegen der teilweise deutlichen Mehrkosten eine wichtige Rolle.

 

4. Notwendige Informationen klar und verständlich präsentieren

Die klassischen Angaben für eine Kontaktaufnahme gehören auf die Vorderseite der Visitenkarte. Dazu zählen

  • der Name des Mitarbeiters beziehungsweise der Mitarbeiterin und der Firma,
  • die Position oder Aufgabe im Unternehmen,
  • die Anschrift mit der E-Mail-Adresse sowie
  • die Erreichbarkeit im Festnetz, mit Mobiltelefon und gegebenenfalls per Fax.

Ins Auge fallende, kurze Schlagworte oder ein prägnanter Slogan bleiben in Erinnerung. Denkbar sind für die Region typische Redewendungen – in manchen Branchen, nach sorgfältiger Abwägung, möglicherweise sogar im Dialekt. Ausserdem kann eine direkte Aufforderung wie «Rufen Sie uns unverbindlich an!» die Hemmschwelle senken.

 

5. Stilsichere Schriftarten und eine abgestimmte Farbauswahl überzeugen

In den richtigen Proportionen und gezielt eingesetzt, tragen ausgefallene grafische Elemente dazu bei, aus der Masse hervorzutreten. Aufgrund moderner Digitaltechnik gelten mehrfarbige Drucke mittlerweile nicht mehr als aussergewöhnlicher Kostenfaktor. Sie ziehen potenzielle Kunden erwiesenermassen stärker an als einfache schwarz-weisse Visitenkarten. Zu schrille, bunte Farben schrecken andererseits eher auf ein seriöses Image bedachte Geschäftspartner ab. Aufeinander abgestimmte und zum Corporate Design passende Töne treffen den Nerv Ihrer Zielgruppe.

Dekorative Schriftarten führen lediglich bei sparsamer Verwendung – etwa im Firmennamen oder Logo – zu einem bleibenden Eindruck. Spätestens bei einer schlechten Lesbarkeit überwiegen die negativen Effekte. Zu kleine Schriftgrössen sorgen für Frust bei den Nutzern und eignen sich nicht, um Informationen auf einen Blick zu vermitteln. Eine zweckmässig gestaltete Visitenkarte teilen Sie darüber hinaus in sinnvolle und übersichtliche Bereiche auf.

 

Fazit

Mit Ihrer innovativen und einzigartigen Visitenkarte erreichen Sie eine nicht zu unterschätzende Wirkung bei der potenziellen Kundschaft. Sie erzeugt in Erinnerung bleibende Bilder und leistet einen nicht unterschätzenden Beitrag zur positiven Aussendarstellung Ihrer Firma.


 

Der Autor Peter Wolf lebt und arbeitet in Dresden, hat einen Hochschulabschluss in Wirtschaftsinformatik und ist Marketingleiter des Unternehmens Printworld.com, das über die Online-Druckerei Printworld.com individuelle Druckprodukte vermarktet. Neuigkeiten und Trends rund um das Thema User Experience und Produktpräsentation stehen im Mittelpunkt seines Interesses.