Kampagne soll den Absatz von Mineralwasser wieder ankurbeln

Mineralwasser statt «Hahnenburger»: Die Getränkebranche will nach einem Rückgang beim Konsum von einheimischem Mineralwasser im vergangenen Jahr eine Gegenkampagne lancieren.

Mineralwasser Restaurant

Wie die Zeitungen Ostschweiz am Sonntag und Zentralschweiz am Sonntag berichten, sollen dabei im Frühling gegenüber Gastronomen die Vorteile von Mineralwasser angepriesen werden.

Trotz des Hitzesommers 2018 ging der Konsum von einheimischem Mineralwasser um 0,4 Prozent zurück. Im gleichen Zeitraum stieg der Absatz von ausländischen Marken um 1,5 Prozent. Bei anderen Erfrischungsgetränken und beim Bier hat der Konsum ebenfalls zugenommen.

Der Verband Schweizerischer Getränkegrossisten (VSG) führt den Rückgang auf die Beliebtheit des Leitungswassers zurück. Auch in der Gastronomie komme immer mehr «Hahnenburger» zum Einsatz, sagt VSG-Präsident Gmür. Es würden zunehmend Geräte installiert, die Wasser in Sprudel verwandeln. So gut das Leitungswasser vielerorts auch sei, der Handel leide unter der Entwicklung, so Gmür: «Da geht uns ziemlich viel Umsatz verloren.»

Mineralwasser ist aber weiterhin das am meisten getrunkene Kaltgetränke in der Schweiz. Rund 115 Liter pro Kopf und Jahr werden davon getrunken. Bei den Erfrischungsgetränken sind es zirka 68 und beim Bier rund 55 Liter.

 

Die Vorzüge von Mineralwasser in Erinnerung rufen

Die angekündigte Kampagne soll den Gastronomen die Vorzüge des Mineralwassers in Erinnerung rufen und so den Absatz wieder ankurbeln. So müsse Mineralwasser im Gegensatz zu Leitungswasser nie aufbereitet werde, sagt Gmür. Letzteres werde zum Teil aus See-, Fluss- und Grundwasser gewonnen. In Gegenden mit viel Landwirtschaft werde teilweise der Nitratgehalt ein Thema und hie und da komme es auch zu Verschmutzungen durch Bakterien oder Pflanzenschutzmitteln.

Ob sich Gastronomen und Konsumenten durch die Kampagne die Lust am Leitungswasser nehmen lassen, wird sich ab kommendem Frühling zeigen. (hae/SDA)

 

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