Zu guter Letzt: «Twitter-Adressen zu verschenken!»

Javier Castaño war früher mal Grafikdesigner, heute ist der Spanier Schuhputzer. Irgendwo dazwischen, in der Anfangszeit des Onlinedienstes Twitter, hatte er sich zahlreiche kostbare Account-Namen gesichert.

Doch statt seine exklusiven Twitter-Adressen zu Geld zu machen, beschenkt er damit Städte und Länder. Jüngster Profiteur ist Rio de Janeiro.

riodejaneiro

Mit der Signatur @riodejaneiro kann die brasilianische Stadt bei den Olympischen Sommerspielen in anderthalb Jahren ihre Botschaften verschicken.

Warum Castaño seine Vorsorgenicht zu Geld macht, erklärt der 50-jährige der Nachrichtenagentur AFP: «Ich bin ein armer Schuhputzer, aber ich habe das Privileg, acht Millionen Menschen in Rio ein Geschenk zu machen.» So schickte Castaño der Stadtverwaltung das Passwort für den Rio-Account, nachdem ihm diese ihre Identität bestätigte. Ein kleines Dankeschöne gab‘s dafür natürlich auch: «Wir sind glücklich, dass wir den Namen unserer Stadt in dem Sozialnetzwerk nutzen können», erklärte der Tourismus-Beauftragte der Copacabana-Metropole, Antonio Pedro Figueira Mello. Gerade mit Blick auf die nahenden Olympischen Spiele sei der neue Twitter-Name für Rio «von grossem Wert».

Castaño sicherte sich die Twitter-Namen bereits im Jahr 2007, als der Kurzmitteilungsdienst noch in den Kinderschuhen steckte. Inzwischen ist Twitter so etabliert, dass zahllose offizielle Stellen ihre Botschaften darüber verbreiten. Castaño übergab bereits die Adressen @canada und @madrid an die jeweiligen Behörden. Nun hat er nur noch @japan. (SDA/uma)

 
 

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