Noch mehr Polemik um Cailler-Verpackungen

Ein Interview in der Zeitung 24 heures von Samstag hat die Diskussion um die neuen Verpackungen der Traditionsschoggi neu entfacht.

Ein Interview in der Zeitung 24 heures von Samstag hat die Diskussion um die neuen Verpackungen der Traditionsschoggi neu entfacht. Laut Nachrichtenagentur SDA sagte die Projektleiterin der Cailler-Linie bei den Ateliers Jean Nouvel, Sabrina Letourneur gegenüber der Zeitung, dass Nestlé die Verantwortung für die Wahl des Verpackungsmaterials trage. Nestlé habe das PET-Material ins Atelier gebracht. Die Architekten hätten das Abfall- und Recyclingproblem zur Sprache gebracht. Doch Nestlé erklärte die Architekten für nicht zuständig, man werde sich selbst darum kümmern. Die Aussagen Letourneurs wurden dann aber in einem Communiqué der Nestlé-Pressestelle dementiert. In der Stellungnahme heisst es, dass Letourneur sich nicht bewusst gewesen sei, dass sie interviewt werde. Das Atelier Nouvel sei stolz für die Arbeit für Cailler. Auch Jean Nouvel selbst zeigte sich gegenüber „Le Matin Dimanche“ erstaunt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine meiner Mitarbeiterinnen so etwas gesagt hat.“
Die Nestlé Schweiz-Chefin Nelly Wenger verteidigte im SonntagsBlick die Neulancierung. Wenger will trotz Absatzrückgängen in den letzten Monaten nicht von einem Misserfolg für die neu lancierte Cailler sprechen. 2005 und 2006 könne man nicht vergleichen, da man mit Denner einen der wichtigsten Verkaufskanäle verloren habe, sagte sie gegenüber dem Sonntagsblick sowie Le Matin Dimanche. Bei den anderen Kunden entsprächen die Verkäufe dagegen den Erwartungen, so Wenger: „Frigor verzeichnet nach wie vor ein zweistelliges Wachstum.“ Für das Gesamtjahr könnten die Zielsetzungen erreicht, vielleicht gar übertroffen werden, sofern sich das Weihnachtsgechäft den Erwartungen entsprechend entwickle.
Gelassen bleibt Wenger auch gegenüber Kritik von Mitarbeitern in einem anonymen Internet-Blog. Ihre Arbeit sei es, das Unternehmen auf den Weg des Erfolgs zurückzuführen: „Das erfordert grosse Veränderungen, welche vom einen oder anderen Mitarbeiter zweifellos als Belastung empfungen werden.“ Verbesserungen versprach Wenger dagegen angesichts der Vorwürfe wegen der Verwendung von nicht-rezyklierbaren Kunststoffen bei der Schokolade-Verpackung. So solle das PET-Volumen der Verpackung je nach Produkt um 12 bis 40 Prozent verringert werden.
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