Will APG RMB Switzerland kaufen?

Dementis der Plakatfirmen und Funkstille aus der Brüsseler Zentrale von RMB

Dementis der Plakatfirmen und Funkstille aus der Brüsseler Zentrale von RMBAm vergangenen Donnerstag meldeten die belgische Zeitung La Libre Belgique und das Genfer Wirtschaftsblatt L’Agefi, dass der verschuldete Multimediavermarkter RMB International (RMBI) seine Töchter in der Schweiz und Österreich an den Schweizer Aussenwerber Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) verkaufen will. Der Handel werde bis spätestens 15. Februar abgeschlossen. Während La Libre Belgique dies alles jedoch lediglich vermutet, wird im Agefi-Artikel suggeriert, dass die Information von der RMBI-VR-Präsidentin Marie-Hélène Crombé so bestätigt worden sei.Das könnte jedoch eine Zeitungsente sein. Nur schon der Umstand, dass die APG in Belgien auf Einkaufstour gehen sollte, muss angezweifelt werden. Wenn schon, dann würde wohl die Affichage-Holding dort verhandeln. Bei der APG fiel man denn auch ob der Meldung aus allen Wolken. Sowohl APG-Pressesprecher Jürg Sager als auch Peter Stebler, Chef von APG International und stellvertretender APG-Generaldirektor, versicherten glaubhaft, erstmals über die WerbeWoche von den Kaufabsichten zu hören. Überrascht war man auch bei Affichage auf höchster Ebene, schliesslich wurde dementiert: «Die Meldung stimmt nicht, wir führen keine Gespräche in Belgien», liess
der Affichage-VR-Präsident und Nationalrat Jean-Philippe Maitre über seinen Finanzchef Ulrich von Bassewitz ausrichten. Affichage-CEO Christian Kauter war ferienhalber nicht erreichbar.
Seitens RMBI herrscht praktisch Funkstille. Von Crombé selbst war keine Stellungnahme erhältlich, und Matthias Luchsinger, CEO von RMB Switzerland und als Manager Area Central Europe auch für RMB Austria zuständig, wollte die Zeitungsmeldungen nicht kommentieren. Doch vielleicht waren die beiden Zeitungen auf der richtigen Spur, verwechselten aber APG mit Clear Channel Plakanda (CCP), dem zweiten Schweizer Aussenwerber. Die WerbeWoche fragte deshalb bei CCP nach, ob Interesse an RMB Switzerland bestehe. «Nein», sagt CCP-CEO Beat Roeschlin kurz angebunden. Führt CCP auch keine Gespräche in Belgien? «Nein», sagt Roeschlin wieder, fügt dann aber hinzu: «Und wenn dem doch so wäre, würde ich es Ihnen nicht sagen.» Deutlicher das Dementi von CCP-VR-Präsident Peter Gmür: «Das kann ich kategorisch verneinen. Wir haben überhaupt nichts Derartiges am Kochen.» Ob man allenfalls von Clear Channel London aus mit RMB International verhandle, wisse er allerdings nicht, gehört habe er aber nichts. Markus Knöpfli

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