Uso dei media in Svizzera: l'impennata della digitalizzazione nell'anno di Corona porta a picchi per TV e radio

Spinta alla digitalizzazione: gli svizzeri usano molti più smartphone e computer portatili. Il pagamento senza contanti tramite telefono cellulare sta aumentando notevolmente nell'anno di Corona. Netflix, Spotify e le piattaforme di social media stanno guadagnando nuovi utenti. TikTok è quello che cresce di più. La TV e la radio ottengono i migliori ascolti - tra i giovani e gli anziani. Questo è dimostrato dallo studio annuale Digimonitor del gruppo d'interesse dei media elettronici (IGEM) e della WEMF AG for Advertising Media Research.

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I fatti principali a colpo d'occhio:

  • La spinta della digitalizzazione nei dispositivi elettronici: Gli utenti di smartphone aumentano di 600.000 persone. L'uso del computer portatile sta crescendo di mezzo milione di svizzeri.
  • Tutte le piattaforme di social media sono in aumento. Anche Facebook si sta riprendendo. TikTok è attualmente il più in crescita, ma soprattutto tra le giovani donne in Svizzera.
  • Netflix supera la soglia dei 2 milioni con 400.000 nuovi utenti. 3,2 milioni di persone sono andate al cinema negli ultimi sei mesi. La televisione classica, con 6,0 milioni, ha poco meno di tre volte più spettatori di Netflix.
  • Spotify registra 300.000 nuovi utenti. Dei 2 milioni di utenti, la maggioranza ha un abbonamento a pagamento a Spotify. Con 5,7 milioni, la radio ha quasi tre volte più ascoltatori di Spotify.
  • Salto nell'anno di Corona per i pagamenti mobili senza contanti. 1,8 milioni di persone pagano i loro acquisti senza contanti usando il loro smartphone. Si tratta di 650.000 persone in più rispetto all'anno precedente.
  • L'app di pagamento svizzera Twint è leader di mercato prima di Apple Pay o Google Pay.

 

Spinta alla digitalizzazione ed effetto home office: molti più svizzeri usano smartphone e laptop

Die Smartphone-User in der Schweiz haben innert Jahresfrist markant zugenommen. 600’000 Personen nutzen neu ein Smartphone. Im Jahr 2020 haben nun 5,6 Millionen Personen mit dem Smartphone jederzeit und überall Internetzugang (von 80 Prozent  auf 88 Prozent  der Gesamtbevölkerung). Vor allem die ältere Bevölkerungsgruppe der Über-55-Jährigen (von 54 Prozent auf 71 Prozent) nutzt verstärkt ein Smartphone sowie die Männer (von 79 Prozent  auf 90 Prozent ).

Auch bei den Laptops gibt es einen deutlichen Zuwachs. Eine halbe Million Schweizerinnen und Schweizer nutzen neu mindestens gelegentlich einen Laptop (von 4,3 auf 4,8 Millionen). Im Jahr 2020 nutzen zum ersten Mal mehr Personen einen Laptop (76 Prozent) als einen Desktop-PC (69 Prozent). (Grafik 2) Auch bei der Laptop-Nutzung haben vor allem die Männer (von 70 Prozent  auf 82 Prozent ) und die Über-55-Jährigen (von 45 Prozent auf 57 Prozent) zugelegt.

 

Grafik2_Entwicklung_Geräte-Nutzung_2014-2020_Gesamtbevölkerung

Il televisore più diffuso

Das TV-Gerät ist und bleibt das meistgenutzte elektronische Gerät in der Schweiz. 92 Prozent der Gesamtbevölkerung sitzen mindestens gelegentlich vor der «Kiste» (5,9 Millionen Personen). Radio-Geräte werden von 82 Prozent der Bevölkerung genutzt (5,2 Millionen). Radio wird von knapp der Hälfte der Bevölkerung (47 Prozent ) auch über andere Geräte gehört: über das Smartphone (24 Prozent ), übers TV-Gerät (24 Prozent), auf dem PC/Laptop (20 Prozent) oder dem Tablet (4 Prozent ).

 

Un uomo su otto e una donna su dodici portano al polso uno smartwatch

Das Tragen einer Smartwatch wächst um 200’000 Nutzer. Nun tragen knapp 700’000 Personen (11%) eine Smartwatch am Handgelenk. Nur die sprachgesteuerten Lautsprecher haben nicht vom Boom bei den elektronischen Geräten profitiert. Wie im Vorjahr sprechen weniger als 3 Prozent der Bevölkerung wenigstens gelegentlich mit einem Smart Speaker wie Amazon Echo, Google Home oder Apple HomePod. Das entspricht nur 160’000 Personen in der Schweiz. (Grafik 2)

 

Più tempo per i social media? TikTok con una forte crescita soprattutto tra i giovani 

Nel 2020, gli svizzeri sembrano avere più tempo per i social media. Tutte le piattaforme di social media stanno guadagnando nuovi utenti. Facebook e Instagram raggiungono ciascuno 350.000 nuovi utenti. Facebook si sta così riprendendo dal crollo dell'anno scorso. A 3,0 milioni, non proprio la metà della popolazione totale (46%) usa Facebook almeno occasionalmente. (Grafico 1)

Grafik1_Mediennutzung_2020_Gesamtbevölkerung

2,1 Millionen oder ein Drittel (33 Prozent) der Bevölkerung ist gelegentlich auf Instagram. Instagram ist vor allem bei den jungen Personen unter 25 Jahren beliebt: 82 Prozent der Jüngeren nutzen Instagram, nur noch 34 Prozent Facebook. (Grafik 4) Denn im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung verliert Facebook bei den jungen Personen unter 25 Jahren. Diese Altersgruppe wendet sich dem chinesischen Videoportal TikTok zu. TikTok wächst momentan in der Schweiz am schnellsten. Die Anzahl «TikTokerinnen» und «TikToker» hat sich gegenüber dem Vorjahr fast verfünffacht. Von den total 370’000 TikTok-Usern in der Schweiz sind die meisten noch keine 25 Jahre alt, weiblich und in Ausbildung. Jede dritte Frau unter 25 Jahren «tiktokt» (34 Prozent). Bei der Gesamtbevölkerung ist TikTok aber noch nicht angekommen: nur 6 Prozent nutzen ab und zu TikTok. (Grafik 1)

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I più giovani si permettono un abbonamento a pagamento a Spotify

Innert Jahresfrist hat der Musik-Streamingdienste Spotify 300’000 neue User hinzugewonnen. Vor allem ältere Bevölkerungsgruppen entdecken Spotify: die Hälfte der neuen User ist über 55 Jahre alt. 2,0 Millionen Personen hören nun mindestens gelegentlich Musik über Spotify, was einem knappen Drittel der Gesamtbevölkerung entspricht (31Prozent). (Grafik 1) Bei den Jüngeren zwischen 15 bis 24 Jahren ist der Anteil der Spotify-User mehr als doppelt so gross: 64 Prozent der jungen Schweizerinnen und Schweizer hören ab und zu Spotify. Von den 2.0 Millionen Spotify-Hörern nutzen 800’000 die Gratis-Version und 1,2 Millionen bezahlen für Spotify. Insbesondere 20- bis 30-jährige Nutzer leisten sich die kostenpflichtige Version von Spotify. Trotz Musikstreaming bleibt Radio in der Schweiz beliebt. Mit 5,7 Millionen Personen hat Radio fast dreimal so viele Hörerinnen und Hörer wie Spotify. Auch jüngere Personen hören weit verbreitet Radio. Mehr als 80 Prozent der Personen unter 25 Jahren hören Radio, nicht ganz die Hälfte sogar täglich.

 

Netflix supera la soglia dei 2 milioni con 400.000 nuovi utenti 

Netflix gewinnt im Corona-Jahr 400’000 Zuschauer dazu. Netflix hat jetzt 2.2 Millionen Nutzer in der Schweiz. Corona hat das Wachstum von Netflix aber kaum beflügelt: Der Zuwachs liegt im Trend der Vorjahre. 2015 schauten nur 5 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren ab und zu Netflix. 2020 tut dies nun bereits mehr als jeder Dritte (35 Prozent). (Grafik 1) Auch Netflix ist bei den Jüngeren zwischen 15 bis 24 Jahren überdurchschnittlich verbreitet: Drei Viertel (75 Prozent) der jungen Schweizerinnen und Schweizer schauen ab und zu Netflix. (Grafik 4)

Ma altri fornitori di video stanno entrando nel mercato svizzero e competono per gli spettatori e gli abbonati. Tuttavia, i servizi più recenti come Disney+ (5%), Twitch (5%), Apple TV Plus (4%) o Amazon Prime (2%) sono ancora molto indietro rispetto all'uso di YouTube (74%) o Netflix (35%).

Trotz all dieser neuen Angebote bleibt klassisches Fernsehen in der Schweiz populär. Mit 95 Prozent der Gesamtbevölkerung schaut die breite Masse fern. Und dies auch sehr häufig: 7 von 10 Personen in der Schweiz schalten täglich den Fernseher ein (69 Prozent). (Grafik 1) Und nicht nur die älteren Semester nutzen TV: Auch bei den 15- bis 24-Jährigen schaut fast die Hälfte täglich fern. Klassisches Fernsehen hat mit 6.0 Millionen knapp dreimal so viele Zuschauer wie Netflix. Auch im Vergleich zu YouTube weist klassisches Fernsehen 1,3 Millionen mehr Zuschauer auf.

Auch Kinos werden trotz Netflix und Corona weiterhin besucht. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung war in den letzten sechs Monaten mindestens einmal im Kino. (Grafik 1) Noch beliebter ist Kino bei den Jüngeren: 70 Prozent der Personen unter 25 Jahren gehen pro Halbjahr mindestens einmal ins Kino, ein Grossteil davon mehrmals.

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Salto nell'anno di Corona per i pagamenti senza contanti con i telefoni cellulari

C'è stato un aumento significativo nell'uso degli smartphone per pagare gli acquisti senza contatto. Il pagamento senza contanti tramite telefono cellulare sta crescendo in tutti i gruppi di popolazione. Tuttavia, l'uso è fortemente dipendente dall'età, dal sesso e dal reddito: più giovani, più uomini e più alto è il reddito, più è probabile che gli acquisti siano pagati con il cellulare. Circa 650.000 persone hanno scoperto il pagamento senza contanti con il cellulare per la prima volta nell'anno di Corona. 1,8 milioni di persone (28%) in Svizzera usano ora i pagamenti mobili (non ancora 1,2 milioni nel 2019). (Grafico 5)

 

L'app di pagamento svizzera Twint è leader di mercato davanti a Apple Pay o Google Pay 

Ein Drittel der Bevölkerung (2.1 Millionen Personen) nutzt mindestens gelegentlich mobile Bezahldienste wie Twint, Apple-, Google- oder Samsung-Pay. Die grosse Mehrheit davon nutzt die Schweizer App Twint. Twint liegt in allen Bevölkerungsgruppen mit markantem Vorsprung vor der ausländischen Konkurrenz. Etwas mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren nutzt Twint (27 Prozent). (Grafik 1) Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay haben je weniger als 4 Prozent Nutzer in der Schweizer Bevölkerung.

Lo studio IGEM Digimonitor 2020

Lo studio Digimonitor rileva ogni anno dal 2014 l'uso dei media e dei dispositivi elettronici in Svizzera. I dati sono rappresentativi dell'intera popolazione della Svizzera tedesca e francese dai 15 anni in su, perché vengono intervistati anche gli off-line e le persone senza un collegamento fisso. Il sondaggio telefonico si è svolto dall'inizio di aprile alla fine di maggio 2020. Su incarico dei gruppi d'interesse dei media elettronici IGEM e WEMF, il Link Institute ha intervistato 1'759 persone, di cui 1'008 nella Svizzera tedesca e 751 nella Svizzera francese. L'intervallo di confidenza è un massimo di +/- 2,3 punti percentuali.

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