Dass ein SVPler den SDA-Streit schlichten soll, sorgt für Unmut

Der Oberaargauer Regierungsstatthalter Marc Häusler soll bei der SDA den Streit zwischen Arbeitgeber und -nehmer schlichten. Dass er der SVP angehört, sorgt bei der Belegschaft für Unbehagen.

svp-sda

Denn die SVP ist die einzige Partei, welche eine künftige staatliche Unterstützung der Nachrichtenagentur strikte und geschlossen ablehnt.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat in der vergangenen Woche die drei Mitglieder der «Eidgenössischen Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten» bekannt gegeben. In einem der Schweiz am Wochenende vorliegenden Brief an die Streitparteien werden die drei Namen genannt: Alexander Frei vom Arbeitgeberverband Basel vertritt die Arbeitgeberseite, Irene Darwich von der Gewerkschaft Syna die Arbeitnehmerseite. Marc Häusler ist der Vorsitzende des dreiköpfigen Gremiums.

Laut Häusler sind die Bedenken der SDA-Belegschaft aber unnötig. Seine Parteizugehörigkeit spiele bei der Ausübung seiner Tätigkeit als Regierungsstatthalter keine Rolle, sagt er zur Schweiz am Wochenende. «Und ich verspreche, dass sie das auch in diesem Streitschlichtungsverfahren nicht tun wird.» Konflikte zu schlichten ist sich Häusler gewohnt: Als Regierungsstatthalter bilde er das Scharnier zwischen der Berner Regierung, den Gemeinden und deren Bewohnern, erklärt der 41-Jährige. Im Medienbereich habe er aber noch nie geschlichtet. Laut Häusler eine Chance, da er unvoreingenommen sei und Fragen stellen könne, «die unbedarft erscheinen mögen, die Konfliktparteien aber zum Nachdenken und Hinterfragen der eigenen Position zwingen werden».

Definitiv ist die Zusammensetzung des Gremiums aber noch nicht, denn bis am kommenden Freitag können die Konfliktparteien Einsprache gegen die Zusammensetzung erheben. (hae)

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