Può essercene ancora un po'?

Zeitungen Bei der Relaunch-Kommunikation geht die BaZ neue Wege. Und bei der samstäglichen Stellenbeilage nimmt sie die bz an die Hand.

Zeitungen Bei der Relaunch-Kommunikation geht die BaZ neue Wege. Und bei der samstäglichen Stellenbeilage nimmt sie die bz an die Hand.
Unter dem Titel «Vorhang auf: Das bietet die neue BaZ» erhielten die BaZ-Leser kürzlich an prominenter Stelle gezeigt und aufgelistet, was sich am 4. September konzeptionell und punkto Auftritt ändert. «Wir wollen die verbleibenden Tage nutzen, um Sie ganz offen über die neue BaZ zu informieren», schrieb Chefredaktor Ivo Bachmann dazu.Die Doppelseite war zwar ein Paukenschlag, allerdings kein isolierter. Vielmehr ist er eingebettet in eine Kommunikation mit der Leserschaft, die Bachmann schon seit Anfang Jahr kontinuierlich führt und auch fortsetzt. Auf den Tag des Relaunches hin sind wohl weitere Paukenschläge zu erwarten, doch dazu schweigt man bei der BaZ noch.
Kein Geheimnis ist hingegen, dass nach wie vor am Layout geschliffen wird. So wurde erst in diesen Tagen das neue tägliche Kulturmagazin in «bazkulturmagazin» umgetauft, damit es als BaZ-Beilage erkennbar ist.
Anders dagegen der samstägliche Stellefant, der BaZ-eigene Stellenanzeiger: Sein Layout wird neutraler, BaZ-unabhängiger, denn ab 4. September wird er nicht mehr nur von der BaZ, sondern neu auch von der Basellandschaftlichen Zeitung (bz) in Liestal herausgegeben. So steigt die Auflage um rund 23 Prozent auf beglaubigte 125 718 Exemplare. «Dadurch erhält der Stellefant eine bessere Abdeckung in der Region, weshalb wir uns auch Mehrerlös erhoffen», sagt BaZ-Verleger Matthias Hagemann. Der Millimeterpreis für ein Stelleninserat im neuen Stellefant steigt zwar von 3.04 auf 3.84 Franken, bisher kostete die Belegung beider Titel aber 4.57 Franken (bz-Normalauflage). Selbstverständlich sind die beiden Zeitungen weiterhin mono buchbar, solche Inserate erscheinen aber nicht mehr im Stellefant.
Zufrieden mit der neuen Kooperation ist auch bz-Verleger Mathis Lüdin. «Die BaZ und wir erhalten so im Stellenbereich einen besseren nationalen Auftritt», umschreibt er die Win-Win-Situation für beide Blätter. Der Stellefant werde durch die bz, «die im mittleren und oberen Teil des Baselbiets eindeutig die Nummer 1 ist», aufgewertet. Umgekehrt erhalte die bz Zugang zum nationalen Stellenmarkt. «Ich erwarte für die bz substantielle Mehreinnahmen, selbst falls der Stellenmarkt nicht stark anziehen sollte», sagt Lüdin.
Kooperation bleibt punktuell
Für die bz ist dies nun die zweite Kooperation mit der Basler Zeitung Medien (BZM): Vor zwei Jahren hat Lüdin der BZM auch die bz-Frühzustellung übertragen. Von einer Annäherung zwischen bz und BaZ will Lüdin jedoch nichts wissen. «Es handelt sich nur um punktuelle Kooperationen, nicht mehr und nicht weniger», grenzt er sich von der grossen Konkurrentin ab.
Anders sieht es Hagemann, der vor gut einem Jahr den kleineren Zeitungsverlegern der Nordwestschweiz die BaZ-Bereitschaft zu Kooperationsformen irgendwelcher Art signalisiert hatte. «Die gemeinsame Herausgabe des Stellefant ist ein Beispiel für jene Form der Zusammenarbeit, die wir anstreben», sagt Hagemann. Und er fügt hinzu: «Wir sind offen für weitere sinnvolle Kooperationen.» Bisher hätten sich aber weder mit der bz noch mit andern Verlegern weitere Projekte ergeben. «Das liegt aber auch an uns. Denn wegen des BaZ-Relaunches sind wir nicht an sie herangetreten», sagt Hagemann.
Früchte des BaZ-Relaunches: Stellefant mit höherer Auf-lage, neues Kulturmagazin.
BaZ eröffnet Verkaufsstelle in ZürichAn der Holbeinstrasse 22 in Zürich (Publicitas-Gebäude) hat die BaZ kürzlich ein Verkaufsbüro eröffnet, das bis Ende August während zwei Tagen pro Woche, ab 1. September jedoch zu hundert Prozent von Alessia Freitag (28) besetzt ist. Die diplomierte Mediaplanerin, die bisher als Account Manager bei Publimedia Zürich tätig war, betreut nun den Key-Account-Bereich der BaZ, was bisher von Basel aus geschah. «Wir haben uns bewusst für eine Person entschieden, die aus dem Zürcher Markt kommt», sagt Daniel Sommer, Verlagsleiter der BaZ. (mk)
Markus Knöpfli

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