Exklusive Aussichten

Verlage Die Seesicht Media AG lanciert ein Lifestyle-Magazin für die einkommensstarke Zürichsee-Bevölkerung.

Verlage Die Seesicht Media AG lanciert ein Lifestyle-Magazin für die einkommensstarke Zürichsee-Bevölkerung.Wohnen am Zürichsee steht bei den oberen Zehntausend hoch im Kurs. Die stadtnahen Seegemeinden bilden flächenmässig gesehen die grösste, zusammenhängende Region mit einer Kaufkraft von 181000 Franken und mehr. Diese betuchte Leserschaft will das neue Magazin Seesicht dem Werbemarkt auf dem silbernen Tablett servieren. Herausgeberin ist die Seesicht Media AG in Thalwil. Alleinaktionär Michael von Babo ist zugleich Gründer und Mitinhaber des IT-Verlags Compress Information Group. Nur an die besten Adressen
«Mir ist aufgefallen, dass es in der kommerziell interessanten Zürichseeregion kein Kulturmagazin gibt» sagt von Babo, selbst seit 20 Jahren am Zürisee wohnhaft. Während zum Beispiel die Bodenseeregion gleich von mehreren Publikationen abgedeckt wird, gibt es für die Zürichseegemeinden nichts Vergleichbares. Diese Lücke soll Mitte Mai mit der ersten Seesicht-Ausgabe geschlossen werden. Chefredaktor der viermal jährlich erscheinenden Zeitschrift wird Piero Schäfer, Autor und unter anderem Kommunikationsberater des Verbands Schweizer Werbung und der Schweizerischen Lauterkeitskommission.
«Die meisten Lifestyle-Magazine sind auf ein junges, schnelllebiges und trendiges Publikum ausgerichtet», meint Seesicht-Anzeigenleiter Patric Mackenzie. Demgegenüber wolle Seesicht eine «arrivierte und stilbewusste Leserschaft» ansprechen. Angepeilt werden Haushalte mit einem Einkommen ab 250000 Franken. Diese Zielgruppe will das Magazin auf 132 bis 148 Seiten mit Themen rund um Wohnen, Immobilienmarkt, Gastronomie, Freizeit, Shopping, People und Kultur am See ansprechen.
Kernpunkt des Konzepts ist einerseits die redaktionelle Zweiteilung des Heftes in einen Premium-Teil mit rund zehn Beiträgen und einen Rubriken-Teil, der den lokalen Markt bedient. Dementsprechend wurde der Tarifplan gestaltet. Ebenfalls ausgeklügelt präsentiert sich das Vertriebskonzept: Ein Drittel der 35000 Exemplare starken Auflage wird über Kiosk, Restaurants, Hotels, Segel- und Golf-Clubs sowie Ladengeschäfte in der Seeregion vertrieben.
Zwei Drittel sollen im kontrollierten Zielversand an ausgewählte Haushalte verschickt werden. Diese Adressen werden nach Wohnlagenqualität und Haushaltseinkommen selektiert. Dazu von Babo: «Wir gehen davon aus, dass es in der Region gut 120000 Haushaltungen gibt, inklusive der besten Strassen am Zürichberg. Von diesen werden die Bestqualifizierten alternierend eine Ausgabe erhalten». Wer eine lücken-lose Zustellung wünscht, der muss ein Abonnement lösen. Dieses ist für 40 Franken im Jahr erhältlich. Auch mit steigender Abozahl will der Verlag den qualifizierten Zielversand an jeweils über 22000 Top-Haushalte um den See garantieren.
Dass sowohl auf Leser- wie auf Inserenten-Seite ein Bedürfnis nach einer Publikation wie Seesicht besteht, davon sind die Verantwortlichen überzeugt. Indizien dafür könnten die Reaktionen auf die kürzlich erschienene Null-Nummer sein: Sie habe nicht nur innert drei Tagen mehrere Dutzend Abo-Bestellungen zur Folge gehabt, sondern auch reges Interesse bei Inserenten aus dem Auto- und Boots-Bereich sowie dem Einrichtungs-, Uhren- und Bankensektor ausgelöst, bestätigt der Anzeigenleiter.
Keine Angst vor Schiffbruch
Selbst wenn zurzeit über Aufschwung gemunkelt wird, läuft Seesicht in einer Zeit vom Stapel, in der die Printmedien mit einer hartnäckigen Anzeigenflaute zu kämpfen haben. Trotzdem lässt von Babo sein neues Flaggschiff in See stechen, weil er glaubt «dass unsere Inserenten eher konjunkturresistent sind».
Auch Mackenzie ist zuversichtlich: «Wir haben einen echten USP mit unserem Themenmix und unserem Vertriebskonzept». Den Break-even will Michael von Babo in zwei bis drei Jahren schaffen. Immerhin steht Seesicht durch die eigens gegründete Verlags-AG mit einem Aktienkapital von 250000 Franken auf sicherem Fundament.
Soll hohe Wellen werfen: Das neue Zürichsee-Magazin Seeblick.
Simone Keller

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