L'UST conclude sull'app SwissCovid

Die SwissCovid-App hat einen wichtigen Beitrag zur Covid-Bekämpfung geleistet, aber sie konnte nicht ihr gesamtes Potenzial entfalten. Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Statistik nach der Auswertung der Monitoring-Zahlen zur App.

SwissCovid
(Bild: Unsplash/Pascal Brändle)

Die Schweizer Bevölkerung hat die SwissCovid-App 3,8 Millionen Mal heruntergeladen. Das gilt für die Zeit vom Start der App am 25. Juni 2020 bis zur vorläufigen Deaktivierung am 1. April 2022. Doch waren im Schnitt nur rund 1,7 Millionen Apps täglich aktiv, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt. In einer Übersicht zur Nutzung der App gelangt das Bundesamt zum Schluss, dass die Applikation nicht ihr gesamtes Potenzial entfalten konnte, sie aber in Pandemie-Situationen wertvolle Unterstützung leisten kann.

Contact-Tracing ist gemäss dem Bericht dann effektiv, wenn die App in der Bevölkerung breite Akzeptanz findet, genutzt wird und dadurch die Zeit zwischen Infektion und Kontaktbeschränkung so stark reduziert wird, dass Infektionsketten rechtzeitig unterbrochen werden. Die daraus folgenden relevanten Faktoren Akzeptanz, Nutzung und Kontaktnachverfolgung verglich das BFS mit seinen Zahlen zur SwissCovid-App.

Akzeptanz, Nutzung und Kontaktnachverfolgung mit SwissCovid

Im Bereich Akzeptanz besteht für die SwissCovid-App Nachholbedarf, wie die Zahl von 3,8 Millionen Downloads zeigt. Nicht berücksichtigt sind dabei Mehrfachdownloads, etwa wenn jemand ein neues Smartphone gekauft und die App deswegen erneut installiert hat. Das BFS geht davon aus, dass das Angebot der SwissCovid-App etwa die Hälfte der erwachsenen Schweizer Bevölkerung nicht erreicht hat.

Was die Nutzung betrifft, waren im Schnitt nur rund 1,7 Millionen der 3,8 Millionen heruntergeladenen Apps aktiv. Doch nutzten die User die App auch unabhängig von der epidemiologischen Lage, also auch während Zeiten mit relaitv tiefen Fallzahlen. Das weise darauf hin, dass die Personen die App nachhaltig nutzten, nachdem sie sich einmal dafür entschieden hatten.

Die Kontaktnachverfolgung machte das BFS an der Dauer fest, die es durchschnittlich in Anspruch nahm, bis Nutzerinnen und Nutzer einen Covid-Code nach Erhalt in die App eingaben. Insgesamt gab die Bevölkerung bis zum 1. April 2022 206’443 Covidcodes ein – 49 Prozent davon innerhalb von zwei Tagen nach Symptombeginn. Dieser Zeitraum bildet gemäss Bericht das Potenzial der App ab, Infektionsketten unterbrechen zu können. Alle Faktoren, die diesen Zeitraum verlängern, weisen auf Verbesserungsmöglichkeiten hin.

Conclusione

Die SwissCovid-App bringt die Grundvoraussetzungen für eine Anwendung, die sich mit keinem besonderen Mehraufwand im Alltag einsetzen lässt, wie das BFS abschliessend schreibt. Die Auswertung des SwissCovid-App-Monitorings 2020-2022 zeige, dass die App substanzielle, aber nicht maximal mögliche Akzeptanz und Anwendung fand.

Insbesondere die Verzögerungen zwischen Symptombeginn und Eingabe des Covid-Codes würden aufschlussreiche Informationen über das Potenzial der App liefern, Infektionsketten unterbrechen zu können. „Gelingt es, das Potenzial der SwissCovid-App auszuschöpfen, kann wertvolle Zeit gewonnen werden, um das Wachstum von Infektionszahlen einzudämmen und die Dynamik einer Pandemie zu brechen“, heisst es im Bericht. (Kevin Fischer/jor)


Questo articolo è stato pubblicato per la prima volta su Netzwoche.

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