Qui sera le publicitaire de l'année 2013 ?

Es ist wieder so weit: Die Werbebranche wählt ihren Repräsentanten fürs Jahr 2013. Sechs Kandidaten sind für den Titel «Werber des Jahres» nominiert: vier Vertreter klassischer Werbeagenturen sowie ein Online- und ein Digitalspezialist. Mit Geri Aebi (Wirz) und Peter Brönnimann (SFLB) sind zwei Kandidaten im Rennen, die bereits mehrmals als «Werber des Jahres» vorgeschlagen waren.

Ebenfalls von der Seite der klassischen Agenturen stammen Cornelia Harder (Draftfcb/Lowe) und Gabriel Peisker (erdmannpeisker). Komplettiert wird die Runde durch Mark Forster (Adello) und Peter A. van der Touw (Notch Interactive). Wer Ende Januar die Trophäe, den Egon, in Empfang nehmen darf, entscheiden die Leser der Werbewoche. Sämtliche Abonnenten erhalten eine Abstimmungskarte per Post. Jedes Abonnement zählt als eine Stimme. Gefeiert wird am 31. Januar mit einer Party in Zürich. Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen. imp
 


Geri Aebi, CEO und Mitinhaber Wirz Gruppe
 
Mit 27 Eurobest-Auszeichnungen, Gold-Silber-Bronze beim Epica, einem Silber-Löwen in Cannes, drei Silber-Effies, zwölf ADC-Würfeln, Gold-Medaillen beim DM- und Crossmedia-Award sowie dem Corporate-Communications-Award und einem Red-Dot-Design-Preis kann sich die Award-Bilanz der Wirz Gruppe fürs Jahr 2012 sehen lassen. Dazu kommt ein Preis, auf den Geri Aebi besonders stolz ist, auch wenn er in keinem Krea-Ranking aufscheint: Beim Swiss-Arbeitgeber-Award wurde mit Wirz erstmals ein Kommunikationsunternehmen als einer der besten Arbeitgeber des Landes ausgezeichnet.
 

Geri Aebi, 2010 haben Sie Wirz Werbung an das operative Führungstrio Thomas Städeli/Petra Dreyfus/Philipp Skrabal übergeben und sind seither CEO der Wirz Gruppe. Was haben Sie zu den Erfolgen beigetragen?
Aus dem Trio ist mittlerweile mit Gordon Nemitz/Daniel Ehrensperger/ Markus Schärer ein Sextett geworden. Und das sehe ich auch als meinen wichtigsten Erfolgsbeitrag: Die Zusammenstellung eines starken Teams, das in bester Wirz-Tradition für unsere Kunden möglichst viel bewegen und bewirken will.

Sie waren schon einige Male für den «Werber des Jahres» nominiert. Weshalb haben Sie den Titel dieses Jahr verdient?
Ich sehe die Nominierung als eine schöne Momentaufnahme, die auch meine gesamten zehn Wirz-Jahre würdigt. In denen uns ein finanzielles, kulturelles und kreatives Comeback gelungen ist – und damit als inhabergeführte Gruppe mit inzwischen 140 Leuten wohl auch eine respektable unternehmerische Leistung.
 
Sie waren schon mehrmals im Rennen um den «Werber des Jahres». Zu Ihrer letzten Nomination im vergangenen Jahr meinten Sie: «Die seltene Chef-Kombination von Betriebswirtschafter und Kreativem erwies sich als persönliche Erfolgsformel. » Inwiefern?
Ein unternehmerischer Kopf mit kreativem Herzen kann sowohl für Mitarbeiter als auch Kunden ein qualifizierter Gesprächspartner sein. Egal, ob es um Strategien und Ideen für Kampagnen, ihre Wirkung oder auch ihre Honorierung geht …
 


Peter Brönnimann, Executive CD Spillmann/Felser/Leo Burnett
 
Der neue Winterfilm von SFLB für Schweiz Tourismus hat bei den Epica-Awards zweimal Silber geholt. Der Wetterschmöcker-Spot mit Martin Horat auf dem Ameisenhaufen sorgte dieses Jahr für riesiges Aufsehen und wurde am Edi.12 als bester TV-Spot mit Gold belohnt, der Spot «Vokuhila» für die Sanitas Krankenversicherungen zudem mit Silber. Dass es in der Kreativküche richtig brodelt, unterstreicht SFLB mit Topplatzierungen in sämtlichen nationalen und internationalen Awards. In den letzten Jahren war die Agentur beim Kreativranking ständig unter den ersten drei. Derzeit führt sie die Liste sogar an. Mitverantwortlich für diesen Erfolg ist Executive Creative Director und Mitgründer Peter Brönnimann.
 
Peter Brönnimann, was macht SFLB im Bereich Kreation anders als die im Ranking geschlagenen Agenturen?
 
Wir haben das Glück, für viele grossartige Marken arbeiten zu dürfen, für Kunden, die an die Kraft kreativer Werbung glauben. Dies wiederum zieht gute Leute an. Unser aller Ziel ist, richtig populäre Markenkampagnen für unsere Kunden zu machen. Schön, wenn diese auch an Awards ausgezeichnet werden. Genauso gefreut hat uns dieses Jahr aber, dass es eine unserer Kampagnen ins neue Globi-Buch geschafft hat – weil es eine Art Krönung ist für die Popularität einer Kampagne.
 
Vor Kurzem gab Verwaltungsrat Martin Spillmann seine Ernennung zum Executive Creative Director Continental Western Europe bei Leo Burnett bekannt. Was bedeutet dies für Sie als Executive CD?
Zuerst einmal freut es mich sehr für Martin und Leo Burnett. Und ich freue mich auf einen vermehrten Austausch mit den europäischen Kollegen. Da hat es gemäss Martin unglaubliche Talente in den verschiedensten Bereichen, die gerne einmal mit uns zusammenarbeiten würden – und wir mit ihnen.
 
Sie waren schon einige Male für den «Werber des Jahres» nominiert. Weshalb haben Sie den Titel in diesem Jahr verdient? So gerne ich Werbung für unsere Kunden mache, so ungern mache ich Werbung für mich selbst und lasse lieber die Arbeiten sprechen. Aber selbstverständlich fände ich es toll, wenn der Titel wieder einmal an einen Kreativen ginge, nachdem in den letzten Jahren ausgezeichnete Mediaplaner, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sowie Agenturgründer honoriert wurden.


Mark Forster, Gründer Adello

Mark Forster setzt sich zu 100% für digitale – insbesondere mobile – Medien ein. Er ist zudem als Angel-Investor, Berater und Referent (an der FHNW, HWZ, Schweizer Medieninstitut) tätig und schreibt an seinem ersten Buch. Mit Adello hat er vor vier Jahren ein Mobile- Advertising-Unternehmen gegründet, als die mobile Werbung noch in den Anfängen steckte. «Wir investieren viel Energie in Fach-Events und das Werbelexikon Adpedia.ch, um das Gattungsmarketing für Mobile voranzutreiben.» Heute befindet sich Adello auf Expansionskurs und eröffnete Niederlassungen in Lausanne, Hamburg und Warschau. Adello wurde 2012 mit dem «Start-up-Award» ausgezeichnet und vom IAB zum «Digital Marketer of the year» gekürt. Die Mobile-Spezialisten setzen Kampagnen um für Firmen wie BMW, Helsana, Migros, Nespresso, Sony Music, Swisscom, UBS oder WWF und vermarkten mobile Angebote und Apps von Publishern wie Ringier.

Mark Forster, weniger als ein Prozent des Werbebudgets wird derzeit in mobile Werbung investiert (PricewaterhouseCoopers). Schlechte Aussichtschancen?
Gemäss derselben Studie soll Mobile Advertising in der Schweiz pro Jahr 36% wachsen. Das ist mehr als eine Verdreifachung in fünf Jahren. Ich kenne keinen Wirtschaftszweig, der ein solches Wachstum als schlechte Perspektive taxieren würde. Wir können mit dem heutigen einen Prozent bereits leben. Seit Q4/2010 werden weltweit mehr Tablets/Smartphones als PCs verkauft. Die Werbung wird sich in unsere Richtung verschieben. Die Frage ist nur, ob mit +36% pro Jahr oder mehr.

Mobile Werbeformate, die auf Akzeptanz stossen, müssen noch gefunden werden. Ihr Rezept?
Die Akzeptanz ist entgegen häufiger Meinung meist höher als in anderen Medien (z.B. Tomorrow-Focus). Die Frage ist vielmehr, wie wir sicherstellen, dass die Bereitschaft mit zunehmender Werbung hoch bleibt. Cheaper & more ist keine Option. Wir müssen im Dreieck zwischen Konsument, Advertiser und Publisher die Qualität maximieren. Nur das steigert die Zufriedenheit und bringt das Medium nach vorn. Um die Vorteile von Mobile Advertising nachzuweisen, betreiben wir enormen Aufwand. Wir haben angefangen, mit unserem Swiss Mobile Tool/AdCTRL Erfolgsfaktoren zu messen und auszuwerten, und können mittlerweile sogar Relevanz/Reaktion vorhersagen. Während heute Geo- und Retargeting langsam ins Werbe-Bewusstsein rücken, entwickeln wir mit AdCTRL bereits die Technologien für die nächsten Jahre.


Cornelia Harder, CEO Draftfcb/Lowe Zürich

Den Titel «Werber des Jahres 1995» verpasst Cornelia Harder, nachdem sie den Schweizer Milchproduzenten zur legendären Werbekuh Lovely verhalf, nur um wenige Stimmen. Dieses Jahr ist Harder, nun auf Agenturseite, erneut unter den Anwärtern. Seit 2008 hält sie als CEO das Steuer der Draftfcb/Lowe Zürich in der Hand. Die Schweizer Agentur mit internationaler Netzwerkanbindung beschäftigt 40 Mitarbeitende und betreut seit Jahren die Automarken BMW und MINI. Das Kundenportfolio besteht aus einem Mix von Konsumgüter- und Dienstleistungsmarken wie NIVEA, Eucerin, Cailler, 1818, Swisshaus, Unilever und NPO-Mandaten wie Greenpeace, MS Gesellschaft, Theater Rigiblick, Blindenbund. Bekannt sind insbesondere die Arbeiten für das Theater Rigiblick. Der in schönster Theatermanier inszenierte Geschäftsbericht wurde beim Eurobest 2012 mit Bronze ausgezeichnet und hat in Cannes einen silbernen Löwen geholt.

Cornelia Harder, auf welche anderen Arbeiten sind Sie besonders stolz?
Auf alle Kampagnen, die wir speziell für den Schweizer Markt kreiert haben. Besonders stolz sind wir auf den bronzenen Löwen aus Cannes und viele andere Auszeichnungen, die unsere letztjährige schnellste Weihnachtskarte der Welt für BMW M5 geholt hat. Ganz neu ist die Nachfolge-X-mas-Karte unter www.fastestchristmassong.ch zu bestaunen. Mit über 350 000 Youtube-Clicks in den ersten drei Tagen ist diese schon sehr erfolgreich unterwegs.

Wie können Sie als Managerin Werbekunst in die Vermarktung von alltäglichen Produkten bringen?
Unter «Werbekunst» verstehe ich nicht gekünsteltes l’art pour l’art, sondern die Kunst der effizienten und erfolgreichen Kommunikation. Das ist unsere tägliche Aufgabe; Marken unserer Kunden ins richtige Licht zu rücken und überraschend, sympathisch und attraktiv zu inszenieren.

Draftfcb war früher nicht als Kreativagentur bekannt. Was hat sich geändert?
Mit viel Kreativität und zählbaren Resultaten nähern wir uns mit grossen Schritten der Spitze der Kreativagenturen. Mit dem Kreativ-Team unter der Leitung von Dennis Lück haben wir in den letzten zwölf Monaten zahlreiche nationale sowie internationale Auszeichnungen erhalten. So sind wir im letzten ADC-Ranking auf den 6. Rang vorgestossen und in Cannes 2012 wurden wir mit zwei Löwen sogar zweitbeste Schweizer Agentur. Dies bestätigt, dass wir den kreativen Turnaround definitiv geschafft haben und bereit sind für die Champions League.


 
Gabriel Peisker, Gründer und CD erdmannpeisker

1999 gründete Gabriel Peisker zusammen mit Sybille Erdmann die Agentur erdmannpeisker, ohne festen Plan und fixes Ziel. Kennen und schätzen gelernt haben sich die beiden bei smart in Biel. Was klein begann, ist heute immer noch klein, aber mit grossen Marken und preisgekrönten Arbeiten. Für den Bergsportartikel-Hersteller Mammut kreiert die Bieler Kreativagentur zusammen mit Hunderten von Bergsteigern irritierende Bilder in den Alpen. Diese Involvement- Kampagne gewann 2012 nicht nur beim Effi Gold, sondern auch bei der Marketing Trophy, wo sie zudem gleich noch den Publikumspreis erhielt.
 
Gabriel Peisker, Involvement scheint in der Kommunikation von erdmannpeisker oft ein Thema zu sein …
Stimmt, aber nur, wenn es wirklich Sinn macht. Beim neuen Rivella-Spot war z.B. im Voraus klar, dass Rivella als «Offizieller Durstlöscher der Schweiz» die Kampagne zusammen mit den Schweizern umsetzen muss. Rivella hat unzählige Fans. Diese lieben es, mit einbezogen zu werden. Auch die Erben-Kampagne bei der Rhätischen Bahn, wo auf Facebook jede Woche Angebote aus dem ganzen Bündnerland geerbt werden können, ist mittlerweile ein Selbstläufer. Kaum gepostet, liken und spielen Dutzende von Fans mit.
 
Auf der Agentur-Website schreiben Sie: «Objektiv betrachtet müsste ich Suchtanzeichen zugeben …» 
Eigentlich bin ich ein suchtbefreiter Mensch. Aber als Überzeugungstäter liebe ich einfach meine Arbeit!

Inwiefern zeigt sich Ihre Design- und Markenherkunft noch heute?
Marke ist nach wie vor mein wichtigstes Ding – ich habe ganz einfach gemerkt, dass die Kommunikation das kräftigste Tool ist, um eine Marke stark zu positionieren. Der Busen-Blitzer im Spot für Flumserberg lässt Peisker nicht unkommentiert. «Das haben die Kunden von Flumserberg schon lange beantwortet», meint er dazu. «Um den Spot ist ein Hype entstanden.» Tatsächlich haben auf 20min online viele User Partei für die Werber ergriffen. Für die Ansicht zweier SP-Politikerinnen, die den Film als sexistisch taxierten, brachte die überwiegende Mehrheit kein Verständnis auf. Der Spot und die Debatte wurde zudem in weiteren Zeitungen aufgegriffen: auf NZZ.ch, in diversen Regionalzeitungen sowie in einer deutschen und einer belgischen Zeitung.


 
Peter A. van der Touw, CEO Notch Interactive
 
«Wir sind Handwerker des 21. Jahrhunderts.» Van der Touw lebt dies als CEO von Notch Interactive seinen rund 20 Mitarbeitenden täglich vor. Denn obwohl die Kreativ-Agentur mit Fokus auf digitale Kommunikation von frischen Ideen und fortschrittlichen Lösungen lebt, ist und bleibt Kommunikation am Ende ein Handwerk, das durch viel Erfahrung, Erfolge und auch Fehler erlernt werden muss, ist van der Touw überzeugt. Marken wie Denner, Kimberly-Clark, Manor, Search.ch, Sonova und Swisscom vertrauen auf die Experten der 2010 gegründeten Agentur mit Sitz in Zürich. Van der Touw will mit seinem Ansatz nicht nur den Bekanntheitsgrad einer Marke stärken, sondern Handlungen beim Empfänger auslösen, die zu einem Dialog oder einer Transaktion führen. Dazu greift das Team des Schweizers mit holländisch-indonesischer Herkunft auf bekannte und manchmal auch auf unkonventionelle Werkzeuge der modernen Kommunikation zurück.
 
Van der Touw wurde bereits mit diversen Branchenpreisen wie DM-Preis, Best of Swiss Web und Swiss Effie ausgezeichnet. Mit der Website «Life Sounds Good» für den Hörgerätehersteller Sonova sind jüngst zwei weitere Awards dazugekommen; beim Best of Swiss Web 2012 durfte er die Sieger-Boje der Kategorie «Silver Surfer» sowie Bronze in «Business Efficiency» entgegennehmen.
 
Peter van der Touw, was ist Ihr Erfolgsrezept?
«Challenging Existing Standards» – das verlange ich von jedem Mitarbeitenden. Das Agentur-Motto, das auch in grossen Lettern neben dem Agentur-Eingang prangt, wird bei uns wie ein Mantra behandelt. Immer wieder entwickeln wir massgeschneiderte und überraschende Lösungen für die Kommunikation unserer Kunden.
 
Und wie sehen Sie die weitere Verschiebung der Budgets von der klassischen Werbung in den Bereich online?
Die regelmässige und längst selbstverständliche Benutzung digitaler Inhalte durch die Gesellschaft ist Fakt. Darum ist es eine logische Konsequenz, dass immer mehr Budget in digitale Kommunikation fliesst. Allerdings werden die neuen Medien die «klassischen» nicht vollumfänglich ablösen. Eine geschickte Orchestrierung der Kanäle ist nach wie vor ein entscheidender Faktor erfolgreicher Markenkommunikation. Um eine erfolgreiche «User Experience» zu bieten, ist eine geschickte «User Journey», welche die Zielgruppe, deren Verhalten und das Kommunikationsziel berücksichtigt, ausschlaggebend.

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