Aufsteller: «Erfolgsstory»

Aufsteller«Erfolgsstory»Ist die Entwicklung bei TV 3 für Sie ein Auf- oder ein Absteller?Patrick Eberle: Ein Aufsteller, denn TV 3 weist eine Erfolgsstory aus. Im vierten Quartal 2000 erreichte der Sender neun Prozent Marktanteil bei den

Aufsteller«Erfolgsstory»
Ist die Entwicklung bei TV 3 für Sie ein Auf- oder ein Absteller?
Patrick Eberle: Ein Aufsteller, denn TV 3 weist eine Erfolgsstory aus. Im vierten Quartal 2000 erreichte der Sender neun Prozent Marktanteil bei den 15- bis 49-Jährigen und ist damit die Nummer drei. Der Werbeumsatz war im ersten Quartal 2001 dreimal höher als im ersten Quartal 2000, und auch die Investitionen fielen letztes Jahr tiefer aus als erwartet.
Anfangs ging man aber von einem Break-even nach vier Jahren und insgesamt 60 Millionen Franken Investitionen aus. Diese mussten jetzt verdreifacht und der Break-even um ein Jahr verschoben werden. Steigt SBS aus, weil es kürzere Gewinnerwartungen hat?
Eberle: Es stimmt, dass wir die Marktsituation anfangs falsch eingeschätzt haben und eine Revision nötig war. Für SBS, das auch limitierte Ressourcen hat, ist TV3 nur eines von verschiedenen TV- und Radioprojekten. SBS will im Moment in die Märkte Holland, Polen, Ungarn und Skandinavien mehr investieren als hier.
Um die Weltwoche ranken sich derzeit viele Gerüchte. Auch Tamedia zeigte Interesse. War da mehr dran als bloss der Versuch, den Preis raufzudrücken?
Eberle: Die Weltwoche ist wohl ein etablierter Schweizer Brand. Aber Tamedia setzt im Moment die Prioritäten anderswo.
Hat ein zweiter Sonntagstitel, der höherklassig ist als die SonntagsZeitung (SZ), eine Chance?
Eberle: Der Sonntagsmarkt ist interessant, und sicher ist Potenzial für einen zweiten hoch positionierten Sonntagstitel vorhanden.
Einer von Tamedia?
Eberle: Nein. Wir werden die SZ noch klarer positionieren und sind so auf eine mögliche neue Marktsituation vorbereitet.
Interview : Markus Knöpfli
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