Telesuisse will den «Foifer und das Weggli»

Einen Teil der SRG-Gebühren für kleine Privat-TV-Veranstalter sowie gelockerte Werberichtlinien für alle Privaten, nicht aber für die SRG – diese Forderungen will Telesuisse

Einen Teil der SRG-Gebühren für kleine Privat-TV-Veranstalter sowie gelockerte Werberichtlinien für alle Privaten, nicht aber für die SRG – diese Forderungen will Telesuisse, der Verband der privaten TV-Veranstalter, in die Revision des Radio- und TV-Gesetzes (RTVG) einbringen. Zumindest darauf haben sich seine Mitglieder an einer ausserordentlichen Generalversammlung geeinigt, erklärte Telesuisse-Präsident Claude-Alain Stettler.Über den gewünschten Anteil an den Gebühren wird man weiter verhandeln, doch will Telesuisse mehr fordern als die vor drei Jahren gewünschten zwölf Millionen Franken. Laut Stettler sollen nur lokale und regionale Veranstalter in den Genuss eines Gebührensplittings kommen, sprachregionale Sender wie Tele 24, TV 3 oder Star-TV sollen leer ausgehen.
Zu den gelockerten Werberichtlinien liess Stettler durchblicken, dass die Privaten beispielsweise häufiger ihre Sendungen mit Werbung unterbrechen wollen als sie heute dürfen. Von anderer Seite war zu hören, dass die Privaten zudem politische Werbung ausstrahlen wollen.
An der GV wurde noch keine abschliessende Position beschlossen. Erst wird ein Papier verfasst, das an einer weiteren GV im Januar behandelt werden soll.
Gemäss Stettler war es schwierig, an der GV die Interessen aller Mitglieder unter einen Hut zu bringen. Dass die unterschiedlichen Arrangements der Mitglieder mit der SRG Interessenkonflikte im Verband auslösen könnten, verneinte Stettler jedoch. Telesuisse hat 17 Mitglieder aus allen Sprachregionen, als einziger sprachregionaler Sender ist Tele 24 dabei. (mk)
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