«Ich bin glücklich, wenn ich vor der Kamera präsentiere»

Tanya König gehört neu zum Moderationsteam von SRF «Gesichter und Geschichten». Werbewoche.ch hat mit der 35-Jährigen über das Moderieren und ihre Pläne mit G&G gesprochen.

Werbewoche.ch: Tanya König, herzlichen Glückwunsch, Sie sind die neue Moderatorin bei G&G (Werbewoche.ch a rapporté). Was bedeutet das für Sie?

Tanya König: Es bedeutet mir unglaublich viel! Ich bin ein glücklicher Mensch, wenn ich vor der Kamera präsentiere. Ich konnte meine Leidenschaft schon lange zum Beruf machen, aber das ist nun nochmals ein nächster Schritt, denn bisher war das wenigste live. Die Anspannung beim Live-TV ist viel grösser. Vielleicht kann man das so vergleichen, wie wenn ein Fussballer nach vielen Trainings endlich an einer Meisterschaft spielen kann.

 

Wie kam die Zusammenarbeit zustande?

Ganz einfach: Die Stelle wurde ausgeschrieben und ich habe mich dafür beworben, wurde zum Casting eingeladen und habe mich durchgesetzt. Ich musste während des Castings unter anderem ein Interview führen und scheinbar habe ich da meine Konkurrenz ausgestochen.

 

Sie haben 20 Jahre Erfahrung im Moderations-Business. Wie gross ist die Aufregung vor der ersten Sendung?

Genau, mit 15 hatte ich meine erste TV-Erfahrung und hab dann noch etwas Jugendfernsehen gemacht. In den letzten 20 Jahren stand ich jedoch nicht durchgehend vor der Kamera oder auf der Bühne. Ich habe meine journalistische Laufbahn zuerst als Videojournalistin und Kolumnistin vorangetrieben. Vor rund zehn Jahren wurde das Moderieren zur Regelmässigkeit. Ich bin trotzdem sehr aufgeregt, denn das SRF-Publikum ist natürlich viel breiter und grösser, als ich es bisher hatte. Wenn es also in die Hose geht, dann kriegen das viel mehr Menschen mit. Ich werde vor meiner ersten Sendung auf jeden Fall ein paar Male tief einatmen müssen.

 

Sie haben in Cannes bei den Lions vor 2400 Menschen im Saal Menschen anmoderiert wie den CEO von LinkedIn, den Co-CEO von Netflix und den Hollywood-Star Ryan Reynolds. Sind die Vorbereitungen bei Live-Moderationen anders als beim Fernsehen? 

Die Vorbereitung ist ähnlich, weil ich jeweils den Gast oder das Thema recherchieren muss. Aber die Tonalität beim Moderieren ist anders. Auf der Bühne spüre ich das Publikum direkt und versuche zu interagieren. Beim Fernsehen sehe ich mein Publikum nicht und kriege kein Live-Feedback. Das verändert auch die Art und Weise, wie ich präsentiere.

 

Welche Akzente möchten Sie bei G&G setzen?

Bei meinem letzten Job bei CNN Money Switzerland lag mein Fokus vor allem auf der wirtschaftlichen Seite von Kunst und Kultur und in der Finanz- und Startup-Welt. Ich habe viele Kunsthändler:innen interviewt und einen Einblick in diese opake Welt bekommen, gleichzeitig habe ich auch mit CEOs von Finanzinstituten gesprochen. Ich kann mir vorstellen, dass ich auch ein paar Geschichten aus diesen gesellschaftlichen Bereichen bringen werde.

 

Wieviel Spielraum haben Sie bei der Wahl der Geschichten?

Den genauen Spielraum kenne ich noch nicht, weil ich meinen ersten Arbeitstag erst nächste Woche habe. Aber ich würde behaupten, dass es wie auf jeder anderen Redaktion zu und her geht: jedes Redaktionsmitglied muss Inputs und Ideen pitchen.


Tanya König ist am Donnerstagabend zu Gast bei G&G um 18.30 Uhr auf SRF 1. 

www.tanyakoenig.com

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