Syndicom: Kampf für die Arbeitsplätze bei Swissprinters

Die in St. Gallen um ihren Arbeitsplatz kämpfenden Swissprinters-Angestellten besuchten am Dienstagvormittag den Verwaltungsratspräsidenten von Ringier, Michael Ringier, in Zürich und überbrachten ihm einen «offenen Brief» mit ihren Forderungen.

Ringier ist mit 58.8 Prozent Hauptaktionärin der Swissprinters und trägt damit die Hauptverantwortung, wenn 173 Arbeitsplätze in St. Gallen verschwinden. Dies schreibt die Gewerkschaft Syndicom in einem am Dienstag veröffentlichten Communiqué. Mit vier Autocars machten die vom Arbeitsplatzverlust bedrohten Angestellten der Swissprinters St. Gallen und ihre Angehörigen heute, Dienstag, Morgen einen Ausflug zum Hauptsitz der Ringier in Zürich. 200 Personen – Betroffene, Swissprinters-Angestellte der drei anderen Produktionsstandorte, Politiker und Mitglieder der unterstützenden Gewerkschaft Syndicom – protestierten an der Dufourstrasse lautstark gegen die drohende Schliessung des Betriebes in St. Gallen und den geplanten Verkauf des Standorts in Schlieren.

Paul Rechsteiner ging in seiner Ansprache nicht nur mit der Swissprinters-Haupaktionärin Ringier, sondern auch mit der NZZ (25.2 Prozent Aktienanteil) und Tamedia (16 Prozent Aktienanteil) scharf ins Gericht. Der SGB-Präsident betonte, dass die drei grössten und äusserst finanzstarken Medienkonzerne mit ihrem Beschluss, mehr als 250 Arbeitsplätze zu streichen, unverantwortlich und unsozial handelten – und dies einzig und allein, weil ihnen angesichts des hohen Preisdrucks in der Branche die Gewinnmargen zu tief seien.

Alain Carrupt, Co-Präsident von Syndicom, betonte die uneingeschränkte Solidarität der Gewerkschaft, die auch Vertragspartnerin des GAV für die grafische Industrie ist. Syndicom unterstützt die um ihre Arbeitsplätze und ihre Existenz kämpfenden Swissprinters-Angestellten in St. Gallen und Schlieren mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Die drei finanzstarken Verlage und Besitzerinnen der Swissprinters hätten genügend Reser¬ven, um eine Durststrecke durchzustehen und Zukunftslösungen ohne Entlassungen umzusetzen, meinte Carrupt weiter.

Gegen Schluss der etwa dreiviertel Stunden dauernden Demonstration vor dem Ringier-Hauptsitz wurde unter grossem Applaus ein «offener Brief» an den Verwaltungsratspräsidenten der Riniger, Michael Ringier, mit folgenden Hauptforderungen übergeben: Keine Schliessung des Produktionsstandortes St. Gallen, Aufnahme von ernsthaften Gesprächen mit der Swissprinters-Betriebskommission und der Gewerkschaft Syndicom, wie Lösungen umgesetzt werden können.
 

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