Gewürzt

Gastromagazine Auch nach einem umfassenden Relaunch bleibt Salz & Pfeffer gewohnt respektlos.

Gastromagazine Auch nach einem umfassenden Relaunch bleibt Salz & Pfeffer gewohnt respektlos.Zehn (!) Seiten Bärlauch und ein «gruusiger Cheib»: Das Gastromagazin Salz & Pfeffer hat im Februar ein Redesign erhalten und dabei sein Themenspektrum vergrössert. Zu den neuen Gefässen gehört ein Interview, bei dem über Genuss geplaudert wird. Erstes Opfer ist Polo Hofer, dem Salz & Peffer den oben genannten Ehrentitel verleiht. Die Kochrezepte, bisher in der Beilage Romano & Julienne erschienen, sind neu ins Heft integriert. Dazu arbeitet das Magazin mit dem Fona Verlag zusammen, aus dessen Büchern die Rezepte stammen. Mit der Februarausgabe lassen sich Köstlichkeiten wie Bärlauchmousse auf mariniertem Spargel und Randencremesuppe mit Bärlauchklösschen zaubern. Neu sind auch ein mehrseitiges Spezialthema – «Käse» zum Auftakt – und Services wie Tests, Produktneuheiten und Spirituosentipps.
Grafisch wurde Salz & Pfeffer entrümpelt. Das Layout sollte moderner und magaziniger werden, sagt Chefredaktor Andrin C. Willi. Die Bildsprache wurde verfeinert und stärker betont, der Informationsgehalt durch Infoboxen gesteigert. Wichtig auch die Vereinfachung der Leserführung: Sie soll jüngeren Leserschichten den Zugang zu Salz & Pfeffer erleichtern. «Man kann das Heft jetzt auch verstehen, ohne es schon seit Jahren zu kennen», freut sich Willi. Es ist das erste Redesign, seit Daniel E. Eggli die Zeitschrift 1990 gegründet hat.
Positive Reaktionen auf Redesign
Egglis Ansatz als freches «Magazin für Gastrokritik und andere Satire» bleibt Salz & Peffer auch im neuen Kleid treu. Zielpublikum sind weiterhin Leute, die gerne Geld für gutes Essen ausgeben. Denen scheint das Redesign zu gefallen. «Die Telefone im Verlag läuteten wie verrückt, nachdem die Februarausgabe erschienen war», erzählt Willi. Die Reaktionen seien dabei durchwegs positiv. Und er verspricht: «Wir bleiben das Trüffelschwein für unsere Leser und durchpflügen mit grossen Schnauzen die Welt der Gastronomie und des Genusses.»
Stefano Monachesi

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