Regarde, le gros chiffre d'affaires est si proche

Sonderwerbeformen Ab 3. November ist auf Canal Poste auch regionale und lokale Werbung möglich. Die Post hofft, dass lokale Kunden den Umsatz dieses Werbekanals um mehr als 50 Prozent steigern werden.

Sonderwerbeformen Ab 3. November ist auf Canal Poste auch regionale und lokale Werbung möglich. Die Post hofft, dass lokale Kunden den Umsatz dieses Werbekanals um mehr als 50 Prozent steigern werden.
Seit rund einem Monat stehen sie nicht mehr in den Poststellen, die silbergrauen Säulen mit den Röhrenbildschirmen, über die die Post Werbespots, Wetterinfos und TV-Programmhinweise für ihre wartenden Kunden ausstrahlte. Doch Canal Poste, wie die Post ihr Unterhaltungssystem nennt, hat nicht etwa ausgedient. Es wird modernisiert. Am 3. November startet es neu. Auf einen Schlag sollen wieder in über 200 grösseren Poststellen der Deutsch- und Westschweiz 320 21-Zoll-Flachbildschirme auf Stelen in Betrieb genommen werden. Nach und nach soll auch das bislang canal-freie Tessin erschlossen werden. «Da besteht sicher noch Potenzial», sagt Andreas Etter, verantwortlich für die Marktbearbeitung von Canal Poste.
Mit dem «Relaunch» sind einige Änderungen verbunden – zum einen technischer Art: Bisher wurde das «Programm» von Canal Poste wie ein TV-Programm ausgestrahlt und terrestrisch übertragen, entsprechend unflexibel war das System. Neu ist Canal Poste eingebunden in das IT-System der Post, wodurch jeder Screen einzeln ansteuerbar ist.
Das wiederum verändert das Werbeangebot: Neben einem gesamtschweizerischen und je einem sprachregionalen Netz für die Deutsch- und Westschweiz bietet Canal Poste neu auch neun regionale Netze sowie fünf Stadtnetze an. Die Erstbuchung läuft immer 14 Tage, danach sind auch einzelne Wochen möglich. Neu ist zudem lokale Werbung, also das Belegen einzelner Screens, möglich – für kleine Gewerbebetriebe, die nur in der engeren Umgebung werben wollen.
Gerade von diesem Kundensegment erwartet die Post aber den grossen Umsatz. Rund vier Millionen Franken soll Canal Poste nächstes Jahr insgesamt einfahren, fast dreimal so viel, wie 2002 erwirtschaftet wurden: 1,4 Millionen Franken. Mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes erwartet Etter allein aus der lokalen Werbung. «Der Verkauf in diesem Bereich ist jedenfalls sehr gut angelaufen», bestätigt er.
Da vorerst gleich viele Screens aufgestellt werden wie bisher, bleibt die gesamtschweizerische Reichweite von Canal Poste gleich hoch. Auch die Preise für das nationale und die sprachregionalen Netze ändern sicher nicht bis Ende 2004, erklärt Etter (siehe Tabelle). Und egal, welches Netz gewählt wird, der Sekunden-TKP für 14 Tage beträgt immer und überall 50 Rappen. Die Spots können zudem mit Dispensern bei den Screens gegen Aufpreis kombiniert werden.
Keine Philosophen mehr
Bei Canal Poste sind im Übrigen auch inhaltliche Neuerungen angesagt: Der Spruch des Tages sowie die TV-Hinweise entfallen ersatzlos, vorerst beschränkt man sich auf Nachrichten, Wetterinformationen und Spots – alles tonlos, versteht sich. Ein Loop dauert je nach Anzahl Spots sieben bis neun Minuten. Das entspricht in etwa der durchschnittlichen Wartezeit in den Poststellen. Für die News arbeitet Canal Poste neu mit grossen regionalen Tageszeitungen zusammen, deren Redaktionen die internationalen, regionalen und lokalen Nachrichten frei zusammenstellen und dreimal täglich aktualisieren können. «Selbst für Nachrichten über die Post gibt es keine Einschränkungen», versichert Etter. Diese bestehen aber bei den Werbespots, denn posteigene Produkte sollen in den Poststellen nicht konkurrenziert werden. «Die Aktivitäten von Postfinance schränken natürlich ein», sagt Etter. Im Klartext: Ban-kenwerbung wird man auf Canal Poste kaum zu sehen bekommen.
Canal Poste wird bereits seit 1997 angeboten. Die Akquisition von Werbezeit war zunächst einem externen Unternehmen übertragen worden, seit 1999 betreibt die Post den Verkauf aber selbst. Ein Akquisitionsmandat besitzt auch die Agentur Factum in Zürich. Das bleibt so, mit einer Ausnahme: Für die offenbar lukrative lokale Werbung wurde eigens die Firma P-Mediateam in Saland gegründet. Sie ist zwar keine Post-Tochter und verfügt auch nicht über einen Exklusivvertrag, steht aber doch in enger Verbindung mit der Post.
Soll für lokale Gewerbetreibende attraktiv werden: Canal Poste.
Andreas Etter.
Werbespots auf Canal Poste Nationales Netz Poststellen Kundenfrequenz/2 Wochen Grundpreis*
Schweiz 204 2194500 1097.–Deutschschweiz 163 1609608 805.–
Westschweiz 41 580272 290.–Regionale Netze Genf 15 184668 92.–
Waadt 14 173636 87.–Jura 10 108592 54.–Bern 19 211190 105.–Mitelland 17 149578 75.–Basel 21 236776 119.–Zürich 65 821634 411.–Zentralschweiz 19 151196 76.–Ostschweiz 6 174482 87.–Stadtnetze Stadt Lausanne 11 138040 69.–Stadt Bern 16 137778 87.–Stadt Basel 10 151548 76.–Stadt Zürich 31 336842 169.–Stadt Luzern 6 70706 36.–Swiss Cities** 89 1055584 528.–
*Der Preis entspricht einer Sekunde Ausstrahlung über einen Zeitraum von 2 Wochen.** Das Netz Swiss Cities umfasst neben Lausanne, Bern, Luzern, Basel und Zürich auch die Stadt Genf.
Quelle: Die Schweizerische Post
Markus Knöpfli

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