Agile – can do – flexible

MARKETING TREND Am 18. März trafen sich über 500 Marketing-Interessierte zur 25. Marketing-Trend-Tagung der Gesellschaft für Marketing – GfM im Dolder Grand in Zürich. Eine Rückschau von Christoph Oggenfuss*.Die Ankündigung hochkarätiger Referenten versprach einen spannenden Tag. Der Gfm-Präsident Ulrich H. Moser hat dann aber in seiner einführenden Ansprache die Radikalität des (digitalen) Wandels bereits kleingeredet […]

Die Ankündigung hochkarätiger Referenten versprach einen spannenden Tag. Der Gfm-Präsident Ulrich H. Moser hat dann aber in seiner einführenden Ansprache die Radikalität des (digitalen) Wandels bereits kleingeredet und die Anwesenden auf einen kontinuierlichen Wandel eingestimmt. Eigentlich erstaunlich, da der Anlass doch mit dem Titel „Marketing-Transformation – digital, global, radikal“ umschrieben wurde.

Gfm Trend
Prof. Dr. Marcus Schögel betonte im Einstiegsreferat der Gfm-Tagung, die Notwendigkeit besser zu zuhören.Das Einstiegsreferat von Prof. Dr. Marcus Schögel bot ein reichhaltiges und anregendes Feuerwerk von zentralen Aussagen. Schögel betonte die Notwendigkeit  „Zuhörqualität“ zu entwickeln, die richtigen Fragen zu stellen und wies auf die Konvergenz von Marketing und Technologie hin. Ausserden werden erklärte er, welche zentrale Rolle die Führungskräfte in der anstehenden Marketing-Transformation einnehmen werden.Der nachfolgende Beitrag von Dr. Steven Althaus von BMW fokussierte auf das „Projekt i“ mit dem Elektrofahrzeug und der damit zusammenhängenden Neudefinition des Claims „Freude am Fahren“. Althaus konnte glaubhaft darstellen, dass es sich beim i-Projekt nicht um ein pseudogrünes Feigenblatt-Projekt handelt, sondern um eine fundamentale Neudefinition von Mobilität bei BMW.Numérique LeadersManuel Nappo, Leiter Fachstelle Social Media HWZ, hat in seinem Referat verdienstvollerweise  geklärt, was disruptiv im Zusammenhang mit Innovation wirklich meint. Er hat  dabei den Bezug zum „Erfinder“ Prof. Clayton Christensen von der Harvard Business School hergestellt mit seinem Bestseller „The Innovators Dilemma“. Als disruptive Innovationen gelten Produkte die bisher kompliziert und teuer waren (Beispiel: Mainframe Computer) und neuerdings einfach und günstig (Beispiel: Personal Computer). Seine zweite Botschaft galt dem Profil des Digital Leaders – gegenwärtig noch eine rare Spezies unter Führungskräften. Und genau darum ist das Studienangebot an der HWZ so bedeutend, damit die digital Talents rechtzeitig fit gemacht werden für die bevorstehenden Aufgaben in Wirtschaft und Gesellschaft.Das inhaltlich hochstehende Niveau der ersten Referenten wurde dann mit dem Beitrag von Holger Rust etwas kompromittiert. Es ist ihm zwar gelungen auf absolut authentische Art seine ganz persönliche Verwirrung mit unserer zunehmend komplexen Welt darzustellen und das auch mit gutem Unterhaltungswert. Von einem Senior-Editor darf man aber sicher auch strukturierten Inhalt und einige Schlüsselaussagen erwarten. Sprachliche Virtuosität alleine entbindet den Redner nicht von einer vertieften Auseinandersetzung mit Inhalten.Insgesamt bot die diesjährige Marketing-Trend-Tagung ein gut abgestimmtes Potpourri von lehrreichen Beiträgen mit relevanten Denkanstössen und hilfreichen Praxisbezügen. Bilder und mehr Infos unter http://www.gfm.ch/de/home/25.gfmmarketing-trend-tagung-impressionen.htm.
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