Le "Prix Courage" 2020 de l'observateur est attribué à Nadya et Candid Pfister.

Nadya und Candid Pfister aus Spreitenbach AG werden mit dem «Beobachter Prix Courage» 2020 ausgezeichnet. Sie haben ihre Tochter Céline im August 2017 durch Suizid verloren und kämpfen seitdem gegen Cybermobbing. Der mit 15’000 Franken dotierte Preis wurde ihnen am Freitagabend während der digitalen Preisverleihung auf Blick TV überreicht.

beo_pc20_pfister_candid_nadya_0047_webfinal

Seit drei Jahren kämpfen Nadya und Candid Pfister auf Instagram und Facebook mit dem Hashtag #célinesvoice gegen Cybermobbing. Ihre einzige Tochter Céline war erst 13 Jahre alt, als sie nach tagelangem Mobbing über die App «Snapchat» im August 2017 Suizid beging. Die zwei Jugendlichen, die Pfisters Tochter mit einem Intimbild mobbten, traf ein mildes Urteil: sie kamen mit wenigen Tagen gemeinnütziger Arbeit davon. Deshalb setzt sich das Ehepaar Pfister seitdem dafür ein, dass digitales Mobbing in Zukunft strafrechtlich verfolgt wird. «Wenn auch nur ein Kind weniger versucht, Suizid zu begehen, haben wir unendlich viel erreicht», erklärt Nadya Pfister. Dank des Engagements der Pfisters hat SP-Nationalrätin Gabriela Suter mittlerweile eine parlamentarische Initiative eingereicht.

Die Wahl des «Beobachter Prix Courage» erfolgte durch das Publikum via Online-Voting und durch die sechsköpfige Jury. Die Stimmen des Publikums und jene der Jury werden zu je 50 Prozent gewichtet.

 

«Prix Courage Lifetime Award» für «Die Dargebotene Hand»

Der mit 10’000 Franken dotierte «Beobachter Prix Courage Lifetime Award» für besondere Dienste an der Gesellschaft wurde dieses Jahr an die Hilfsorganisation «Die Dargebotene Hand» verliehen. Seit über 60 Jahren wird der telefonische Seelsorgedienst von rund 670 freiwilligen Helferinnen und Helfern getragen, die mit viel Herz und ohne Bezahlung anderen Menschen zuhören und helfen.

Streaming_2
(Visité 45 fois, 1 visite aujourd'hui)

Plus d'articles sur le sujet