Uhrenmessen: Die Transformation steht noch aus

Am 23. November 2018 sagte Zenith CEO Julien Tornare im Newsletter der Baselworld, die Messe brauche neue Partnerschaften. Das ist jetzt eingetreten. Die Baselworld und der Salon International de la Haute Horlogerie in Genf koordinieren ihre Daten.

SIHH, Genf: 1500 JournalistInnen , 20'000 BesucherInnen.

Die weltweite Uhren- und Schmuckindustrie hat sich in den letzten anderthalb Jahren nach einer Rezession erholt. Das ist ein guter Zeitpunkt, um auch zwei der führenden Branchenmessen für die Einkäufer aus der ganzen Welt zu modernisieren. Am 18. Dezember 2018 gaben die beiden Veranstalter MCH Group und die Fondation de la Haute Horlogerie in Genf bekannt, dass im Jahr 2020 der SIHH vom 26. - 29. April in Genf und die Baselworld vom 30. April bis am 5. Mai in Basel stattfinden. 

Keine Frage: Eine solche terminliche Kooperation ist im Interesse der ausstellenden Wirtschaft, weil vor allem die ausländischen Besucher, Einkäufer und die Presse nicht mehr zwei Mal in die Schweiz reisen müssen, sondern innerhalb von wenigen Tagen beide Messen besuchen können. 

Die Baselworld gibt zwar aus naheliegenden Gründen seit Jahren keine BesucherInnezahl mehr bekannt, weil die Messe dramatisch rückläufig war. Offenbar waren es im Jahr 2017 noch 106'000 BesucherInnen und diese Zahl sei im 2018 «stabil» gewesen. Zum SIHH kamen gemäss Pressemitteilung im 2018 eine Rekordzahl von fast 20'000 BesucherInnen. Wird die terminliche Absprache reichen, um die Baselworld zu retten und den SIHH zu stärken?

Julien Tornare spricht von der Einführung von neuen Technologien sowohl in der Uhren- und Schmuckindustrie als auch für die Baselworld. Diese aber steht zu wesentlichen Teilen noch aus. Er sagt im Interview in Bezug auf seine Industrie: «Meiner Ansicht nach werden in Zukunft jene Unternehmen überleben, die mit ihren Märkten in (laufendem) Kontakt sind.» Er gibt auch gleich die Lösung, wie dies bewerkstelligt werden kann. Notwendig sei ein Paradigmawechsel in der Handhabung der Digitalisierung und von Onlinemarketing. 

 

Ein ausführlicher Artikel folgt in der Printausgabe von Expodata Live Kommunikation vom 21. Februar 2019.