«Messen müssen an Relevanz gewinnen»

Alles kam zum Expo-Event Breakfast Meeting mit Bernexpo-CEO Jennifer Somm – und hörte, weshalb Digitalität allein kein Wert darstellt. Die Breakfast Clubs sind ein Erfolg.

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Wohl eine Rekordbesucheranzahl wollte Jennifer Somm hören, wie sie die Bernexpo Groupe in die Zukunft zu führen gedenkt. Jennifer Somms erste These dazu lautete: «Digitale Ernüchterung ist wichtig. Ernüchterung war für uns evident heilsam.»

Was sie damit meinte: «Messen müssen an Relevanz gewinnen. Es geht der Bernexpo nicht darum, möglichst schnell digital zu werden. Unsere Wertschöpfung kommt auch in Zukunft aus dem Kerngeschäft.» Sie sagte auch: «In Zukunft wollen wir nicht nur Messe bespielen, sondern live und digital handeln.» Aber es gäbe kein Allgemeinrezept. Jede Messe müsse digital gesondert behandelt werden. Das Beispiel Ornaris: Gemäss Messeleiterin Muriel Mangold ist die Ornaris zu klein für einen eigenen digitalen Marktplatz (Werbewoche.ch berichtete).

 

Neue Allianzen in der Messewirtschaft

«Wer sich als digitales Unternehmen definiert, muss sich als offenes System sehen», sagt Jennifer Somm weiter. Da können auch Wettbewerber plötzlich interessant werden. «Frenemies sind die Allianzen von morgen.»

Frenemies? Friends and Enemies, Freunde und Gegner also. Der Begriff zieht sich neuerdings durch die Messewirtschaft wie ein roter Faden (siehe dazu den Post zur Medtech.plus der Messe Luzern). Allianzen von Wettbewerbern, wenigstens online, werden geschlossen, wo früher Konkurrenz war.

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Die Breakfast Clubs von Expo Event Swiss LiveCom Association unter der Leitung von Daniel Wyss von Messerli (im Bild mit Jennifer Somm) sind trotz der frühen Morgenzeit ein Erfolg. Jennifer Somms Fazit zum Schluss: «Transformation entsteht durch Spielräume, nicht durch digitalen Aktionismus.» Denke!